Aktuelles

06.09.2016

200 Millionen Falzbogen pro Jahr

Zwanzig Kilometer südlich von Wien, in Bad Vöslau, wird derzeit ein ehrgeiziges Projekt in der Printbranche realisiert.

Dort haben Agensketterl, AV+Astoria und Grasl Fair Print – namhafte Druckereibetriebe in Österreich – ihre Produktion unter einem Dach zu einer der größten (Akzidenz-) Druckereien im deutschsprachigen Raum zusammengeführt. Dabei treten die Unternehmen am Markt jeweils selbstständig auf, die gemeinsame Produktion findet am Standort in Bad Vöslau statt. „Mit diesem Schritt haben wir eine Unternehmensgröße erreicht, die uns wettbewerbsfähig macht und mit der wir gemeinsam unsere Aktivitäten in Österreich ausbauen können“, erklärt Walter Grasl, Geschäftsführer von Grasl Fair Print.

„Dafür suchten wir auch nach einer Lösung für eine gemeinsame Weiterverarbeitung.“ Den Zuschlag für die Falztechnologie erhielt die Heidelberger Druckmaschinen AG, weil hier zuerst eine sehr intensive Beratung erfolgte und über alle drei Druckereien ein Gesamtkonzept entwickelt wurde. Fazit: Aus ehemals 16 Falzmaschinen sind nun acht geworden, darunter zwei Hochleistungs-Falzanlagen Stahlfolder TX 96 mit PFX-Anleger - unser Foto zeigt Walter Grasl (r.), Geschäftsführer Grasl Fair Print, und Roland Spatt, Geschäftsführer Heidelberger Druckmaschinen Austria Vertrieb - und zwei Stahlfolder TH 66. Auch folgte noch ein neues Polar PACE Cutting System, um auch im Prozessschritt Schneiden optimal aufgestellt zu sein.

Sämtliche neuen Falzmaschinen sind seit April 2016 am Standort in Bad Vöslau installiert. Nunmehr werden alle 16-seitigen Signaturen auf den beiden Stahlfolder TX 96 verarbeitet. Was bisher acht Falzmaschinen bewältigt haben, schaffen jetzt die beiden Stahlfolder TX 96. Weiterhin ist Walter Grasl von der hohen Laufleistung mit 15 000 bis 20 000 Bogen pro Stunde bei geringster Maschinengeschwindigkeit sowie der hohen Verfügbarkeit und stabilen Produktion überzeugt.

Integriert sind die Falzmaschinen über den Prinect Postpress Manager in den Workflow der vollstufigen Druckerei. Damit werden arbeitsgenaue Daten über Mengen und Zeiten in Echtzeit erhalten. – Falzarbeiten für Mehrfach-Nutzen, Vielfach-Leporello oder Spezialanwendungen werden auf den beiden neuen Stahlfolder TH 66 produziert. Wie auch bei den Druckmaschinen gibt es für den Maschinenpark in der Weiterverarbeitung einen präventiven Wartungsplan von Heidelberg, um Stillstandszeiten zu vermeiden. „Wir verarbeiten 200 Millionen Falzbogen pro Jahr, und das von Heidelberg ausgearbeitete Gesamtkonzept passt genau auf unsere Anforderungen nach höchster Produktivität und kurzen Rüstzeiten, so dass wir unseren Kunden bei vielen Produkten eine Lieferung am gleichen Tag – just in time – garantieren können.“

www.grasl.eu, www.heidelberg.com

Einen ausführlichen Bericht können Sie in der am 18. Oktober 2016 erscheinenden bindereport-Ausgabe 10-2016 lesen.