Aktuelles

24.09.2019

Abseitig der grafischen Branche

Das Bohren von Löchern in verschiedene Materialien (Papier, Kunststoffe, Folien, Stoffe) stellt nicht nur für die grafische Industrie eine interessante Anwendung dar.

Bereits seit Ende der 1980er Jahre beschäftigt sich die Dürselen GmbH & Co. KG aus Mönchengladbach mit der Entwicklung und Produktion von Papier-Bohrmaschinen für die grafische Industrie. So entstanden u.a. die PB.05 (Bohren von großformatigen Bogen vor dem Schneiden), die PB.01 ST und der Nachfolger PB.16 Typ D (Bohren statt Stanzen von Multi-Lochungen für Blöcke und Kalender) oder der „Kalender-Profi“ (automatisierte Kombination aus PB.16 Typ D und einer Daumenloch-Bohrmaschine) im Jahr 2017. Im August 2018 wurde Dürselen von einem der führenden Hersteller von Verdunkelungs- und Insektenschutz-Systemen für den Wohnwagen- und Wohnmobil-Bereich kontaktiert. Bis dato wurden die dabei verwendeten Plissee- und Gaze-Materialien bereits mit Papierbohrern auf konventionellen Ständer-Bohrmaschinen gebohrt. Jene Plissees sind etwa 20 Millimeter breit und 40 Zentimeter bis 2 Meter lang. Hierbei werden u.a. zwei Löcher mit 2,5 oder 4 Millimeter Durchmesser jeweils 10 Millimeter vom Rand des Plissees gebohrt. Bei einer Breite über 64 Zentimeter kommen in der Mitte zusätzliche Bohrungen auf 1/3 und 2/3 der Breite hinzu. Speziell für diese Aufgaben wurde ein Bohrautomat mit automatischem Bohrhub und mindestens zwei Bohrspindeln gesucht.

Nach der Erstellung eines Maschinenentwurfes, der weiteren Abklärung technischer Details und einem Besuch der Fertigung wurde das Projekt „Dürselen PB.20 – Bohren von Plissee“ von der Geschäftsleitung Ende Januar dieses Jahres genehmigt. Hierbei arbeitet die PB.20 mit zwei direkt angetriebenen Bohrköpfen, die auf die gewünschten Positionen programmgesteuert gefahren werden. In den Materialschacht werden die maximal 2,5 Meter langen Plissee- oder Gazestreifen von Hand eingelegt und an einem linken Seitenanschlag ausgerichtet. Ein Anschlag mit verstellbaren Halteplatten fixiert das Material im Materialschacht, und über eine Zwei-Hand-Bedienung wird der Bohrhub ausgelöst. Gebohrt wird auf das bewährte Dürselen-Bohrband. Bohrabfälle fallen durch Trichter in die darunter stehenden Spänebehälter. Nachdem das Bohrprogramm durchlaufen wurde (2-/3- oder 4-fach-Lochung), wird der Anschlag zurückgeschoben, und das gebohrte Material kann z.B. auf der Abdeckhaube abgelegt werden. Die PB.20 verfügt über eine stufenlos regelbare Hub- und Drehzahl sowie eine Bohrerkühlung und -schmierung. Im Juli 2019 ist die Maschine montiert, getestet und nach Abnahme im Hause Dürselen im August 2019 an den Kunden ausgeliefert worden. Nach der Abnahme bei Dürselen vom Kunden mitgeteilte Sonderwünsche konnten noch vor Auslieferung der Maschine realisiert werden, so dass dem Kunden nun eine Maschine genau nach seinen Vorstellungen und Wünschen für seine Produktion zur Verfügung steht.

https://youtu.be/uAznWfz4kgA

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