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06.11.2019

Altes Denkmal in neuem Glanz

Nach umfangreicher Restaurierung ist es im Gutenberg-Museum Mainz zurück: das älteste Gutenberg-Denkmal der Welt.

Sicher kennt jeder das Gutenberg (um 1400–1468) zu Ehren errichtete Bronze-Standbild des dänischen Künstlers Bertel Thorvaldsen am Gutenbergplatz, das 1837 feierlich eingeweiht wurde. Bereits zehn Jahre zuvor hatte der seinerzeit bekannte Mainzer Bildhauer Joseph Scholl (1796–1842) eine 150 cm hohe Statue aus Sandstein geschaffen; in der Linken hält der steinerne Gutenberg ein Satzschiff mit dem „ABC“, in der Rechten eine Planzeichnung der Druckpresse, am Boden liegen zwei Bücher. Dieses Standbild wurde im Hof der Casino-Gesellschaft, die bis 1894 im „Hof zum Gutenberg“, dem Nachfolgebau des Gutenbergschen Anwesens an der heutigen Ecke Schusterstraße/Christophstraße beheimatet war, zu Ehren des „Erfinders der Buchdruckerkunst, Wohlthäters der Menschheit“ enthüllt.

Als Dauerleihgabe der Casino-Gesellschaft wurde das Denkmal Ende der 1920-er Jahre zum Blickfang im Gutenberg-Museum, das gerade Teile des Hauses „Zum Römischen Kaiser“ am Liebfrauenplatz bezogen hatte. Nach dem Krieg und Wiederaufbau stand Scholls Gutenberg nun seit Jahrzehnten im Eingangsbereich des „Römischen Kaiser“ – beliebtes Fotomotiv für die ankommenden Besuchergruppen aus aller Welt, aber doch abseits des Mainzer Lebens ringsum, weil es nur während der Öffnungszeiten des Hauses zugänglich war.

Jetzt gab die Sonderschau „Ohne Zweifel Gutenberg“ den Anstoß, Gutenberg vom Sockel zu holen und für die Finanzierung der Restaurierung durch den Eigentümer zu sorgen. Auf neuem Sockel, hinter Glas und vom neuen Aufstellungsort aus blickt Gutenberg nun aus dem gläsernen Verbindungsgang hinaus in seine Stadt.

www.gutenberg-museum.de

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