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28.11.2017

Arbeit ins rechte Licht rücken

Tageslicht wirkt sich positiv auf Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit aus, ist intensiver als künstliche Beleuchtung und spielt eine wichtige Rolle für die „innere Uhr“.

Deshalb sollte es an den Arbeitsplätzen so gut wie möglich genutzt werden, liefert die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) in der neuen Ausgabe ihrer Versichertenzeitung „impuls“ ein Argument.

Die Beleuchtungsstärke wird in Lux gemessen und ist so gut vergleichbar. Ein wolkenloser Sommertag etwa besitzt eine Lichtstärke von 100 000 Lux, ein trüber Novembertag kommt mittags auf 6000 Lux und eine brennende Kerze aus einem Meter Entfernung auf ein Lux. Gerade in der dunklen Jahreszeit muss vermehrt auf künstliche Beleuchtung gesetzt werden. Erforderliche Mindestwerte sind laut BG ETEM in der ASR A3.4 festgeschrieben. So gelte etwa für Office- und Schreibarbeiten eine Untergrenze von 500 Lux, für Montagearbeiten wie in der Präzisionsmechanik mindestens 1.500 Lux.

Außerdem verändern sich die Licht-Bedürfnisse im Laufe des Lebens. Mit zunehmendem Alter werden die Augen empfindlicher, benötigen mehr Licht. Blendung setzt die Sehleistung zusätzlich deutlich herab und ist unbedingt zu vermeiden. Die Auswahl von Arbeitsplatz-Leuchten ist besonders wichtig; sie muss flexibel verstellbar sein. Zudem soll sie eine Fläche von mindestens 60 cm x 60 cm möglichst gleichmäßig ausleuchten, weiche Übergänge in die dunkleren Bereiche liefern und keine Lichtpunkte werfen. Der Lichtaustritt sollte dabei unter der Höhe der eigenen Augen liegen und nicht auf den Bildschirm fallen. Dieser leuchtet von allein: Wo helle Flächen sind, tritt viel Licht aus, an dunklen Stellen (wie bei Buchstaben) keines. Trifft das Licht der Leuchte nun auf den Bildschirm, verliert das Schwarz seine Tiefe und wird so schlechter erkennbar.

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