Aktuelles

10.07.2019

Auffallend angespannte Ertragslage

Die hohen Produktionskosten dämpfen die Stimmung der Druckbranche. Die negativen Rahmenbedingungen 2018 strahlen auf das Jahr 2019 aus.

Nach einem gelungenen Jahresbeginn 2018 mit leichtem Aufwärtstrend setzte in der deutschen Druckindustrie im April ein Konjunkturabschwung ein. Mit der schwächeren Nachfrage nach Druck- und Medienerzeugnissen ging auch die Produktion 2018 zurück – um 2,2 Prozent im Vergleich zum Jahr zuvor. Bei nur leicht gestiegenen Verkaufspreisen sank damit der Branchenumsatz nach Schätzung des Branchenverbandes BVDM um 1,9 Prozent auf 20,4 Milliarden Euro.

Die Ertragslage der Druck- und Medienbetriebe ist seit geraumer Zeit sehr angespannt, was sich im Jahr 2018 durch Kostensteigerungen beim Druckpapier zusätzlich verstärkt hat: In der BVDM-Branchenbefragung meldeten 93 Prozent der Unternehmen deutlich gestiegene Papierpreise, 57 Prozent erlebten Preiserhöhungen von über fünf Prozent. Zusätzlich wiesen 78 Prozent der befragten Unternehmen auf Preiserhöhungen für Transport und Logistik sowie 59 Prozent auf Preiserhöhungen für Druckfarben hin.

So haben zahlreiche Druckbetriebe ihre Verkaufspreise angehoben. Der Erzeugerpreis-Index für Druckereileistungen stieg um 0,7 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. Um allerdings ertragsneutral zu wirken, hätte er deutlich stärker steigen müssen. Der verschärfte Kostendruck und die rückläufige Nachfrage in verschiedenen Marktsegmenten erzeugten 2018 ein gefährliches Ungleichgewicht. Als Folge stieg die Zahl der Insolvenzen von 73 Fällen im Jahr 2017 um 30,1 Prozent auf 95 Fälle. Mit durchschnittlich 24 Beschäftigten je Fall meldeten zudem vergleichsweise größere Unternehmen Insolvenz an.

www.bvdm-online.de/druckindustrie/beschaeftigte-in-der-druckindustrie

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