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04.07.2019

Ausbildung bleibt Sorgenkind

Aufgrund fehlender oder ungeeigneter Bewerbungen können 40 Prozent der Ausbildungsbetriebe nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen.

Einmal mehr zeigt sich der Bundesverband Druck und Medien (BVDM) besorgt: Trotz leicht gestiegener Anzahl von neuen Verträgen in den Ausbildungsberufen der Druckindustrie sank die Quote der Unternehmen, die zurzeit ausbilden, auf 65 Prozent gegenüber 78 Prozent im Vorjahr. Dieses Ergebnis geht auf eine BVDM-Umfrage zur Ausbildungs- und Fachkräfte-Situation zurück. Insbesondere bei Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern sei ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Als Hintergrund nennt ein Drittel der Befragten fehlende oder ungeeignete Bewerbungen. 40 Prozent der Ausbildungsbetriebe konnten nicht alle ihre angebotenen Ausbildungsplätze besetzen.

Demnach bleibe die Gewinnung von Fachkräften weiterhin schwierig. Allein in 15 Prozent der Fälle sei es problemlos gelungen, Mitarbeiter für offene Stellen zu finden, in 69 Prozent der Fälle sei es schwer gewesen und in 16 Prozent der Fälle gar nicht geglückt (siehe Kreis-Grafik). Fehlendes Personal werde am häufigsten durch Überstunden oder Qualifizierung der Mitarbeiter kompensiert. Die Inanspruchnahme von Leiharbeitern oder Personalservices sowie die Beschäftigung von Geflüchteten blieben die Ausnahme. Der Anteil der Unternehmen, die sich durch Nichtbesetzung offener Stellen in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt fühlen, sei gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozentpunkte gesunken. Insgesamt 87,5 Prozent sähen sich nicht oder nur etwas beeinträchtigt, 12,5 Prozent allerdings sehr (2018 noch 15,3 Prozent). Zur Qualifizierung ihrer Fachkräfte greife mit 60 Prozent die überwiegende Anzahl der Unternehmen auf die Angebote der Verbände zurück, gefolgt von selbstorganisierten Schulungen.

www.bvdm-online.de

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