Aktuelles

10.10.2019

„Drucker des schwarzen Papiers“

Während eines vom Firmen-Netzwerk „Bind-Net“ und der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart im September 2019 initiierten Kongresses hat der Schweizer Lorenz Boegli auf sein Geschäftsmodell aufmerksam gemacht.

Boegli gründete sein „Atelier für Siebdruck“ im Jahr 1992 in Müntschemier im Kanton Bern und gilt seitdem als ein ungewöhnlich innovativer Siebdrucker und Schriftenmaler der Printmedia-Szene. Besonders die Entwicklung des additiven (RGB-) Vierfarbendrucks in Zusammenarbeit mit dem Spezialpigment-Hersteller Merck in Darmstadt sorgt meist für großes Erstaunen und Aufsehen. Dieses Verfahren mit metallischen, irisierenden und fluoreszierenden Farben auf schwarzem Untergrund lässt auf Printprodukten nicht nur die Farben, sondern vorrangig die Lichteffekte die entscheidende Rolle spielen. Nachdem Boegli vor Jahren zu zwei Dritteln seines Arbeitspensums Katalog-Cover druckte, bedient er heute viele Kunden aus dem Direct Marketing- und „Point of Sale“-Bereich sowie der Luxusartikel- und Lifestyle-Industrie. Gerade im Hinblick auf die hohen Druckkosten sieht der „Drucker des schwarzen Papiers“ die Schweiz als wohl teuerstes Land weltweit. „Deshalb kann ein Buch, das nicht wenigstens zu 50 Prozent subventioniert ist, in der Schweiz nicht produziert werden“, glaubt Boegli. Bei der größtmöglichen Differenzierung gegenüber Wettbewerbern in der Printmedia-Branche stelle der Siebdruck ein ideales Verfahren dar. Seine handwerklich produzierten Kunstwerke mit glänzendem, schimmerndem Farbspiel und changierenden Lichteffekten sind gefragt. Inzwischen ist Boegli, der heute internationale Kunden hat, überzeugt: „Die Größe einer Firma ist nicht entscheidend für den globalen Erfolg.“

Frank Baier

www.lorenzboegli.ch

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