Aktuelles

20.04.2016

„Gemeinschaft unterstützen“

Weimar war der Veranstaltungsort der Jahreshauptversammlung des Verbandes Druck und Medien Mitteldeutschland am vorigen April-Wochenende.

Deutlich innovationshaltig war der Gedankenaustausch in der Stadt des Unesco-Weltkulturerbes: Insgesamt 90 Unternehmer mit Partnern sowie weitere Vertreter der Druckbranche, wie Dr. Paul Albert Deimel, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Druck und Medien, trafen sich im traditionsreichen Hotel Elephant.

Rechtsanwalt Henry Pohling machte in Vertretung von Geschäftsführerin Antje Steinmetz auf einige wichtige Aspekte der Verbandstätigkeit aufmerksam. Allein die stabile Anzahl der Mitgliedsbetriebe spreche für eine hohe Akzeptanz des Verbands – wenngleich im Jahr 2015 erstmalig ein erhöhter Beitragssatz beschlossen wurde. Jedoch der Organisationsgrad bleibt gering: Gegenwärtig sind nur 15 Prozent der Print-Unternehmen in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt Mitglieder im Verband Druck und Medien Mitteldeutschland. Henry Pohling rief die Unternehmen auf, nach dem Prinzip „Mitglieder werben Mitglieder“ „das Gefühl der Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit weiter zu unterstützen“. Positive Resonanz habe der Verband mit der 2015 neu gestalteten Homepage erreicht. Ab Januar 2017 soll sich der neue Sitz der Geschäftsstelle im „Haus des Buches“ in Leipzig befinden; infolge einer flexibleren Raumplanung ergäben sich bei der Organisation von Seminaren und Workshops für die Mitgliedsbetriebe zukünftig bessere Möglichkeiten.

Verbands-Vorsitzende Martina Radlbeck (Foto) appellierte an das Marketing der Unternehmen. Innovative Marketingkonzepte und Kooperationsstrategien müssten beim Kunden ungeteilte Aufmerksamkeit auch für kombinierte Print- und Online-Lösungen generieren. „Druckereien müssen sich zu Medienhäusern mit zusätzlichen Dienstleistungen entwickeln.“

Originelle Beispiele für das Guerilla-Marketing, also Maßnahmen mithilfe derer Werbung bewusst wahrgenommen wird, konnte Prof. Dr. Katharina Klug von der Hochschule Fresenius München aufzeigen: ungewöhnliche, unkonventionelle Kommunikationsformen, die mit einem geringen Kostenaufwand viele Kontaktpersonen erreichen, jedoch vor allem durch emotional überraschende und Diffusionseffekte bestechen. – Eines ist Nina Herrmann von der Unternehmensberatung und Redneragentur Quid agis aus Osnabrück klar: Wirkliche „Helden“ der Druck- und Medienbranche sind heutzutage diejenigen Unternehmer, die Strategien gegen Stress aufbauen und mit Gelassenheit eigene Kompetenz für praktikable Lösungen beweisen. Gerade im B2B-Bereich sollten Unternehmer stets Ideengeber sein und vor allem ihre Kunden verblüffen.

www.vdm-mitteldeutschland.de