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14.12.2018

„Inklusion in der Produktion“

Digitale Tools zur Unterstützung von Lernprozessen umfasst das gesundheitlich eingeschränkten Menschen zugute kommende „InProD2“-Projekt

Unbestritten haben digitale Lernmedien großes Potenzial für den Einsatz in der inklusiven beruflichen Bildung. Allerdings bedarf es einer sorgfältigen Anpassung an und Unterstützung für die Zielgruppen. Inspiriert durch die neuen bundesweiten Fachpraktiker-Regelungen Buchbinder/-in (2016), Medientechnologe Druckverarbeitung (2016) und Medientechnologe Druck (2017), starteten jetzt fünf Partner das Projekt „Inklusion in der Produktion“.

Während des dreijährigen Förderprojekts sollen gesundheitlich eingeschränkten Menschen als auch Ausbilder- und Pädagogen-Personal digitale, barrierekompensierende Tools zur Verfügung gestellt werden, um eine inklusive und praxisnahe Berufsorientierung zu bieten, berufliche Ausbildung zu unterstützen und neue Perspektiven auf dem ersten Arbeitsmarkt zu eröffnen. Zielgruppen im Vorhaben sind Menschen mit Lern-, Körper-, psychischen und Mehrfach-Behinderungen. Dazu gehören chronische Erkrankungen der inneren Organe, des Nervensystems und des Muskel-Skelettsystems sowie psychiatrische und psychosomatische Erkrankungen. Ferner richtet sich das Angebot an sinnesbeeinträchtigte Teilnehmende wie z.B. hörbehinderte und sehbehinderte junge Menschen.

Im Mittelpunkt der ersten Projektphase stehen die Entwicklung eines technisch-didaktischen Konzepts und die Aufbereitung bzw. Anpassung von Lehr- und Lerninhalten (z.B. aus der ZFA-„Mediencommunity“, aus Modulen des „Social Virtual Learning“ u.a. Ressourcen). Außerdem wollen die Partner eine methodisch-didaktische Kommunikationsstrategie erarbeiten. Eine Vielzahl unterschiedlicher Informationstypen, die in diversen Datenformaten mit variabler Struktur vorliegen können, werde zusammengeführt und intuitiv zugänglich gemacht, heißt es.

Partner im Verbundprojekt sind das Oberlin Berufsbildungswerk, Potsdam, das Institut SIKoM der Bergischen Universität Wuppertal, das mmb Institut, Essen, das Institut für Textoptimierung, Halle/Saale, und der Zentral-Fachausschuss (ZFA) Berufsbildung Druck und Medien, Kassel. Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds für Deutschland (ESF).

www.inprod2.de

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