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30.08.2018

„Smart“ genug für Bücher

Unser jüngster Nachwuchs kennt kaum „entweder oder“, sondern handelt eher nach dem Prinzip „sowohl als auch“. 

Kids in Deutschland sind offensichtlich „smart“ genug, agieren flexibel in den analogen als auch digitalen Welten. Dies sind die grundsätzlichen Erkenntnisse der Kinder-Medien-Studie 2018, für die 7,26 Millionen Kinder zwischen vier und 13 Jahren befragt worden sind. Initiatoren waren Blue Ocean Entertainment, Egmont Ehapa Media, Gruner + Jahr, Panini Verlag, Spiegel-Verlag und ZEIT Verlag. Print spielt für den Nachwuchs bereits eine große Rolle: Die Kinder verstehen sich als kleine Genießer aufs Schlemmen und Schmökern – und geben ihr Taschengeld am liebsten für Süßigkeiten und Zeitschriften aus. Immerhin 70 Prozent der Kinder lesen nämlich mindestens mehrmals pro Woche Bücher oder Zeitschriften. Gegenüber konventionellen Medien spielen elektronische Geräte wie Smartphones für die Lektüre in diesem Alter keine Bedeutung. Seit Jahren bleiben Kinder (Papier- und Print-) Medien treu.

Kinder mögen die Kommunikation auf jeglicher Ebene: Obwohl die WhatsApp-Nachricht für die Zehn- bis 13-Jährigen von hoher Relevanz ist (74 Prozent), setzen 97 Prozent der Kinder auf das Telefonieren und damit stärker als auf die schriftliche Nachricht (90 Prozent) per Telefon. Darüber hinaus schreiben die Sechs- bis Neunjährigen sogar Postkarten oder Briefe (43 Prozent). Dagegen bleiben die älteren Kinder allen Kommunikationsformen gegenüber offen und nehmen auch noch gern den Stift in die Hand, um Grüße per Post zu versenden (49 Prozent). Sicher wird das die Papier- und Schreibwaren-Branche freuen. Dürfte dies nicht Hoffnung für Papier und Druck geben?

Dominanz hat das Internet nicht gerade: Kinder haben jedoch ein klares Bild davon. Gemäß deren Aussagen ist das Internet „das coolste Medium, das es gibt. Es kennt alle Geheimnisse, weiß Antwort auf jede Frage und stellt alle Musik der Welt bereit“. Und es ist für sie „wie ein Buch, wo alles drinsteht, nur dass es eben auf einem Bildschirm ist“. Gleichwohl sind sie sich der Gefahr, „immer unselbstständiger zu werden“ oder des Zeitraubs bewusst, denn „Papa sitzt stundenlang drin und redet nicht mit uns“. Daraufhin beurteilen Kinder das World Wide Web als „doof“ und „schlecht für die Menschen“.

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