Aktuelles

13.12.2018

Beruflicher Nachwuchs gesichert?

Rund 120 Besucher im großen Hörsaal des Nieper-Baus der HTWK Leipzig erlebten die „innoPrint“-Veranstaltung im November 2018.

Wiederum wurde die Veranstaltung von der HTWK Leipzig, dem Institut iP3, vom Verband Druck und Medien Mitteldeutschland sowie vom SID Leipzig gemeinsam organisiert. Der Fokus lag auf der Fachkräfte-Situation in der Druckbranche und der Generation, die unsere zukünftigen Fachkräfte stellen wird. Diese Altersgruppe – die „Generation Z“ – stellte Frank Müller, Haus E in Chemnitz, in den Mittelpunkt seines Referats. Immerhin stehen diese nach 1991 geborenen jungen Leute heute auf der Schwelle zum Berufsleben oder haben diese Schwelle gerade überschritten. Sie haben ihre Werte und Lebensvorstellungen, die sich von denen der älteren Kollegen und Mitmenschen unterscheiden.

Auch für die Hochschule heißt es, die andere Bewerber-Generation zu berücksichtigen, ihren Vorstellungen von einem Ingenieursstudium gerecht zu werden und dabei gleichzeitig die Erwartungen der Branche zu erfüllen, in die Absolventen entlassen werden. Diese Situation sowie Veränderungen in der Druckindustrie haben zu einer Reformierung des Studiengangs Drucktechnik und Verpackungstechnik geführt, die Prof. Holger Zellmer vorstellte. „Fachkraft gesucht“ lautete das Motto der nachfolgenden Podiumsdiskussion, moderiert von Prof. Lutz Engisch. Seit über drei Jahren beschäftigen sich die Kollegen an der Fakultät Medien mit dem Thema der Nachwuchs-Sicherung in der akademischen Ausbildung und mit der „Generation Z“. Experten aus Industrie und Wissenschaft diskutierten über Möglichkeiten, eine der größten Branchen wieder in den Fokus junger Leute zu bringen.

Holger Fröbels Vortrag setzte sich mit der digitalen Transformation auseinander. „Fluch oder Segen“, so seine Fragestellung. Die Digitalisierung verändert alles, schreitet exponentiell voran. Das Internet gilt heute als normale Versorgungsleitung wie Strom und Wasser. Per Smartphone sind wir jederzeit mit jedem Ort der Welt verbunden. Wir wollen alles jetzt und sofort. „Just in time“ erhalten wir jede denkbare Information. Roboter erledigen bereits heute Arbeit für die Menschen. Mittels „künstlicher Intelligenz“ ausgestattet, könnten sie eines Tages über die Menschheit bestimmen – auf lange Sicht wird der Optimist Fröbel hier Pessimist.

https://ip3.htwk-leipzig.de/veranstaltungen/innoprint-leipzig

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