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15.08.2017

Buchbinder als Hobbykoch

Mittels einer neuen Imagepublikation erfüllt sich das Unternehmens-Netzwerk Bind-Net einen eigenen Wunsch und stellt persönliche kulinarische Kreativität heraus.

Jährlich organisieren die (Industrie-) Buchbinder eine für sämtliche Interessenten offene Tagung und kommunizieren am Abend über jedermann bewegende Betriebsalltags-Themen. Vornehmlich die männlichen Vertreter der Runde würden dabei auch von raffinierten Kochrezepten mit auserlesenen Zutaten schwärmen, erklären die Initiatoren den Grund für die daraufhin als gemeinsames Projekt von Bind-Net entstandene „Koch-Box“. Hierbei handelt es sich um eine aus mehrteiligen Buchdecken bestehende Hardcover-Klappen-Konstruktion im geschlossenen Format von 25 cm x 23 cm und insgesamt 114 Seiten in einer für ein Kochbuch geradezu idealen benutzerfreundlichen Drahtkamm-Bindung.

Geöffnet wird die „Koch-Box“ durch das Herausziehen des hölzernen Kochlöffels aus einer Schlaufe, die mittels einer Innenstanzung die oben liegenden, mit dezenten und teilweise glänzenden Titel-Tiefprägungen versehenen Buchdecken-Elemente miteinander arretiert. „Lassen Sie sich von uns verführen!“ appellieren die sieben Mitglieder von Bind-Net. Dies sind: Schiffmann Großbuchbinderei (Rösrath), Buchbinderei Schaumann (Darmstadt), Josef Spinner Großbuchbinderei (Ottersweier), Buchbinderei Vogel (Kirchheim bei München), Gwizdalski (Anzing), Diegmann Bückers (Anzing) und Design-Plus (Ostrach). Einige Köpfe sind als Vertreter der Betriebe auf der dem Längsseitenschnitt zugewandten Hardcover-Klappe hinter den Innenkreisstanzungen zu erkennen. – Layout und Einband wurden von Design-Plus, die Bindung von der Buchbinderei Vogel konzipiert und realisiert.

Jeder Betrieb erbringt mit selbst gewählten kulinarischen Spezialitäten – Vorspeise, Hauptgang, Dessert – seinen eigenen, oft regionstypisch geprägten Beitrag für die „Koch-Box“. Unter den 14 Menüs sind sowohl bekannte als auch wieder entdeckte Gerichte zu finden, zum Beispiel „Suurbrode“ oder „Grindkopp“, „Ossobuco“ oder „Kaiserschmarrn“, Maronensuppe oder Pfannkuchensuppe, „Ziwwlkuche“ oder „Arme Ritter“. Jeweils eine Seite stellt das Gericht auf einem großen Foto vor. Zutaten und Zubereitung sind pro Gericht auf einer Seite übersichtlich aufgelistet, wobei „ein Tipp zur besseren Planung“ das Kochen einfacher machen sollte.

Wohl nur wenige Leser werden beim Durchblättern der „Koch-Box“ feststellen, dass keine professionellen, sondern von den Buchbindern ausschließlich selbst gemachte Fotos enthalten sind. Einen kleinen Mehrwert bietet die Edition auch noch: Integriert wurde eine mit einer halboffenen Lochstanzung versehene stabile Folienseite; diese lässt sich aus der Drahtkamm-Bindung heraustrennen und vor dem gewählten Menü als Spritzschutz bequem wieder einhaken. … damit das Kochen zum Erlebnis wird und tatsächlich gelingen möge.

www.bind-net.de