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26.10.2018

Der Fotokopierer wird 80

In sieben von zehn Unternehmen wird heute nach wie vor analog kopiert: So läuft noch mindestens die Hälfte der Verwaltungsprozesse papierbasiert ab.

Gemäß der Statistik war es am 22. Oktober 1938, als Chester F. Carlson in New York die erste Fotokopie angefertigt hat. Carlson arbeitete in der Patentabteilung einer Elektronik-Firma. Dass es keine Lösung gab, um Patentzeichnungen zu vervielfältigen, störte ihn sehr. Seine jahrelange Tüftelei, anfangs von elektrostatischen Experimenten geprägt, hatte dann auch Erfolg - und seine Erfindung ist bis heute im Alltag präsent. Aktuell schätzen sieben von zehn Unternehmen (68 Prozent), dass mindestens die Hälfte ihrer Verwaltungsprozesse papierbasiert ablaufen. Davon setzen sogar sechs Prozent noch zu 100 Prozent auf Papier. So gut wie kein Unternehmen verzichtet vollständig auf Papier. Dies zeigt der Digital Office Index 2018, eine repräsentative Befragung von mehr als 1100 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern des Digitalwirtschafts-Verbands Bitkom.

Nicht überall führt die Digitalisierung wiederum zu weniger Papierverbrauch: Zwar wird in jedem dritten Unternehmen heute weniger ausgedruckt als noch vor einem Jahr. Bei den Großkonzernen ist es knapp die Hälfte, die zusehends auf Ausdrucke verzichtet. 46 Prozent der Unternehmen geben an, weiterhin gleich viel auszudrucken wie noch vor einem Jahr, bei 19 Prozent nimmt der Papierverbrauch sogar zu. Jedoch bis Chester F. Carlsons Prinzip der Elektrofotografie, später mit Xerografie benannt, seinen Weg in den ersten Bürokopierer fand, vergingen nochmals rund zwei Jahrzehnte. Die US-Firma Haloid (ab dem Jahr 1961 Xerox) brachte 1959 den ersten automatischen Trockenkopierer auf den Markt.

Unter dem Namen Xerox eroberte die Erfindung den Markt; Canon, Océ, Hewlett Packard (HP), Ricoh, Kodak, Konica und Minolta folgten mit eigenen Produkten. Der Digitaldruck löste das klassische Fotokopieren Ende der 1980-er Jahre ab, erklärt der Wirtschaftsverband Kopie & Medientechnik e.V. Dessen an mehr als 300 Standorten in Deutschland und Österreich ansässigen Mitgliedsbetriebe sind heute im motio-Netzwerk für Medienkommunikation organisiert. Dass die weltweit sechs wichtigsten Hersteller von Digitaldruck-Systemen dort beheimatet sind, freut Geschäftsführer Rechtsanwalt Achim Carius (Foto) in Frankfurt am Main.

www.bitkom.org, www.motio-media.de

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