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06.04.2016

Digitalwelt contra Handwerk?

Die Referatesammlung eines Symposiums zeigt auf eindrucksvolle Weise den Stellenwert des Kunsthandwerks im Zeitalter der Digitalisierung auf.

Unter dem gleichnamigen Titel der jetzt erschienenen Publikation* hatte der Bayerische Kunstgewerbeverein zusammen mit dem Münchner Stadtmuseum und der Danner-Stiftung im November 2014 ein Symposium organisiert. Welche Bedeutung haben angewandte Kunst und Kreativhandwerk im Umfeld von elektronischer Kommunikation, Digitalisierung und Internet? Fachleute aus der Kunstgeschichte, der Medientheorie und der Neurologie, aus dem Buchbinderei- und dem Keramik-Handwerk sowie dem Design, stellten diese grundsätzliche Frage bei ihren fundierten Vorträgen in den Fokus.

Bedeutet die Digitalisierung das Ende der Handwerkskunst, oder sind Computer und 3D-Drucker einfach nur Werkzeuge? Verringern die auf Tastendrücken und Displaywischen reduzierten Fingerbewegungen unsere manuellen oder sogar mentalen Fähigkeiten? Unterbreitet das Internet neue Möglichkeiten der Selbstvermarktung, der schnellen Kommunikation und Information? Welchen aktuellen Stellenwert hat das Kunsthandwerk angesichts immer preiswerter angebotener Alltagsgegenstände? Darüber möchte die maßvoll bebilderte und sachlich layoutete Publikation informieren und zur lebhaften Diskussion anregen.

www.bayerischer-kunstgewerbeverein.de


*Handwerk – Denkschule der Evolution: Quo vadis, Kunsthandwerk im digitalen Zeitalter? Nr. 70 der Schriftenreihe des Bayerischen Kunstgewerbevereins. Publikation der Vorträge des Symposiums vom 7.–8. November 2014 im Münchner Stadtmuseum. 128 Seiten, broschiert, Klappenbroschur Euro 15,00 (D); ISBN 978-3-929727-69-2.