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18.02.2016

Druckerei setzt auf Solarstrom

Einem Heidelberger Unternehmer ist eine optimale Umweltbilanz wichtig: Deshalb entschied er sich für eine Photovoltaik-Anlage.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind allgegenwärtig. Doch jeder kann etwas für den Klimaschutz tun. Beispiel dafür ist Winfried Rothermel (Foto, rechts), Eigentümer und Geschäftsführer von abcdruck in Heidelberg, der seinen ganz persönlichen Beitrag zur umweltschonenden Energiegewinnung leistet. Kürzlich hat er seine Druckerei „fit“ für die Energiewende gemacht. Mit der Herstellung von CO2-freiem Strom auf seinem Firmengebäude spart er jährlich bis zu 12,48 Tonnen CO2.

Rothermel setzte dafür auf eine Kooperation mit dem Projektierer und Dienstleister Wircon aus dem baden-württembergischen Waghäusel. „Die Photovoltaik wächst in eine neue energiewirtschaftliche Rolle hinein“, sagt Peter Vest (Foto, 2. von links), Geschäftsführer der Wircon GmbH mit der Marke Wirsol. „Es geht nicht mehr darum, den erzeugten Strom zu EEG-Konditionen einzuspeisen, sondern um eine sinnvolle Nutzung vor Ort.“ Besonders interessant sei die lokale Stromnutzung für Druckereien wie das Unternehmen von Winfried Rothermel.

Infolge ihres hohen Eigenverbrauchsanteils, konstanten Verbrauchs und ihrer Dächer-Konstruktionen würden sich Druckereien hervorragend für den Einsatz von Photovoltaik eignen. „Anders als bei Privat-Haushalten ist der Strombedarf einer Druckerei über den Tag hinweg weitgehend konstant. Zwar sind die Druckmaschinen über Nacht zumeist auch in Betrieb, aber am Tag trägt die Photovoltaik-Anlage zur Optimierung der Sonnenstromquote bei“, sagt Peter Vest. „Bereits seit dem Jahr 2012 beziehen wir für unsere Druckerei zu 100 Prozent Ökostrom. Es ist wichtig, regenerative statt endliche Energien statt zu nutzen, um unsere Umwelt zu schonen. Da wir eine große Fläche auf unserem Dach zur Verfügung haben, war es schnell klar, dass wir bald unsere eigene Anlage installieren wollen. Auf unserem Weg zu einer vollständig ‚grünen‘ Druckerei war es nur konsequent, auch unseren eigenen Solarstrom zu erzeugen“, erläutert Winfried Rothermel seine Entscheidung für die Installation einer Photovoltaik-Anlage.

Privat produziert der Geschäftsmann ebenfalls seinen eigenen Solarstrom mit einer solchen Anlage. „Privat deckt die Photovoltaik-Anlage meinen kompletten Eigenverbrauch. Auf dem Druckerei-Dach können wir zwar nicht unseren gesamten Bedarf decken und beziehen weiterhin den restlichen Ökostrom aus dem öffentlichen Netz, dennoch ist es ein weiterer Schritt in unserer nachhaltigen Unternehmensführung.“ Mithilfe der binnen vier Tagen auf einer Fläche von rund 125 Quadratmetern errichteten Anlage, bestehend aus 76 Modulen und einem Wechselrichter, werde abcdruck laut Prognose eine Leistung von bis zu 19 200 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Dieser selbst erzeugte Strom geht direkt an die Druckerei und soll auf diese Weise unter optimalen Bedingungen bis zu 99 Prozent des Eigenverbrauchs decken.

Doch trotz der optimalen Eignung von Druckereien für den Einsatz von Photovoltaik, galt es bei der Planung der Anlage einiges zu beachten. „Insbesondere die Brandschutz-Auflagen sind für Druckereien sehr hoch. Umso wichtiger war die Wahl der richtigen Komponenten“, erklärt Peter Vest.

www.abcdruck.de, www.wirsol.de