Aktuelles

15.05.2017

Einige Industrie-Azubis mehr

Ungewöhnlich positive Entwicklung: Erstmalig seit Jahren wurden wieder mehr neue Ausbildungsverträge für Medientechnologen abgeschlossen.

Das belegt die Bildungsstatistik des Zentral-Fachausschusses Berufsbildung Druck und Medien, der die Ausbildungszahlen in der Druckbranche von 2016 mit denen von 2015 verglichen hat. Demnach stieg die Anzahl der jungen Leute im 1. Ausbildungsjahr des Berufs Medientechnologe Druckverarbeitung um +5,2 Prozent (2016: 265; 2015: 252). Dennoch bleibt die Anzahl der bestehenden Ausbildungsverträge in diesem Beruf mit –3,58 Prozent rückläufig (2016: 673; 2015: 698). Die Ausbildungsquote (der Anteil der Azubis an der Gesamtbeschäftigtenzahl) über alle Berufe hinweg lag bei über acht Prozent, was bezogen auf die Gesamtindustrie ein überdurchschnittlicher Wert ist.

Im Vorjahr lernten in den drei Ausbildungsjahren 12 381 Auszubildende einen Beruf in der Druckbranche. Die Ausbildungsverhältnisse sanken damit um 2,23 Prozent gegenüber 2015 mit 12 663 Azubis – vor allem bedingt durch rückläufige Zahlen beim Mediengestalter Digital/Print, der auf hohem Niveau 4,9 Prozent einbüßt – 3027 (2016) gegenüber 3182 (2015). Die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse lag 2016 bei 4700. Das stellt gegenüber 4767 im Vorjahr einen leichten Rückgang von 1,41 Prozent dar.

„Insgesamt zeigt die Entwicklung, dass die Branche trotz des demografischen Trends und des Strukturwandels auf Qualifizierung setzt. Das ist erfreulich“, erklärt Dr. Paul Albert Deimel (Foto), Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands. „Da viele Unternehmen weiterhin erhebliche Schwierigkeiten haben, Ausbildungsplätze für Medientechnologen mit qualifizierten Schulabgängern zu besetzen, wird der BVDM die betriebliche Nachwuchswerbung für die drei Medientechnologen-Berufe verstärkt unterstützen.“

www.bvdm-online.de, www.zfamedien.de