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14.03.2016

Facharbeiter? Fehlanzeige!

Der Fachkräftemangel macht sich wirtschaftlich bemerkbar, wobei gegenwärtig gar keine Entspannung der Lage in Sicht ist.

Die Anzahl der vom Fachkräftemangel beeinträchtigten Druckereibetriebe ist erneut deutlich angestiegen, konstatiert eine Branchenumfrage des Verbandes Druck und Medien Bayern e.V. (VDMB) über den Fachkräfte-Bedarf. Ungefähr die Hälfte (53 Prozent) der Unternehmen (acht Prozent mehr als 2015) sieht sich durch die Nichtbesetzung offener Stellen in ihrer aktuellen Geschäftstätigkeit in Mitleidenschaft gezogen, teilt der VDMB mit.

Aktuell melden gut drei Viertel (77 Prozent) einen Bedarf an Fachkräften. Schwierigkeiten bei der Besetzung ihrer offenen Facharbeiter-Stellen haben 60 Prozent der Unternehmen – das sind 11 Prozent mehr als 2015 (49 Prozent). Alarmierend auch dieser Tatbestand: 17 Prozent der Unternehmen geben an, ihre offenen Stellen für Facharbeiter gar nicht besetzen zu können. Derzeit suchen 76 Prozent ausgebildete Medientechnologen Druckverarbeitung und gut ein Drittel ausgebildete Medientechnologen Druck.

Zudem ist beim Blick in die Zukunft keine Entspannung der Lage in Sicht. In den nächsten zwölf Monaten rechnen 62 Prozent der Unternehmen mit einem steigenden Bedarf an Facharbeitern. Für die nächsten fünf Jahre gehen 80 Prozent (2015: 64 Prozent) von einem zunehmenden Bedarf an Facharbeitern aus, 47 Prozent (2015: 22 Prozent) sogar von einem stark zunehmenden. „Der Bedarf an qualifizierten Facharbeitern wird in Zukunft weiter ansteigen, er wird sich weiter verstärkt auch wirtschaftlich bemerkbar machen. Das ist schon eine dramatische Entwicklung“, erklärt VDMB-Hauptgeschäftsführer Holger Busch (Foto). „Um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auch in Zukunft zu gewährleisten, hat die Fachkräfte-Sicherung und mit ihr die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern oberste Priorität“, so Busch weiter.

www.vdmb.de/fachkraefte