Aktuelles

09.12.2019

Farbige 3D-Objekte

Der oft als Buchfarbschnitt bezeichnete Buchkantendruck stellt eine wiederentdeckte Form der repräsentativen Veredelung von Büchern dar.

Veredelung von Hardcover- und Softcover-Büchern diverser Genres beschränkt sich heute nicht nur auf Umschlag, Buchdecke und Buchrücken. Zugunsten einer weiteren optischen Aufwertung lassen sich Buchschnittkanten nach dem Buchblockbeschnitt in beliebiger Form bedrucken. Einzelne Druckereien und Buchbindereien haben diese Form für sich entdeckt und hierfür Maschinen der Marke „Eigenbau“ genutzt. Inzwischen kommen spezielle Digitaldruck-Systeme weniger Maschinenhersteller für die „neue“ faszinierende Form der Veredelung zur Anwendung.

Tatsächlich ist der Buchfarbschnitt keine neue Möglichkeit: Bibelausgaben im Ledereinband mit Goldschnitt gehören seit jeher zu den besonders wertvollen Publikationen. Indessen sind auch Farbenvarianten filigraner Ornamentmuster auf Editionen von Romanreihen wieder verbreitet. Letztlich erreicht diese Veredelung zahlreiche Literatur-Genres – Belletristik und Unterhaltung, Sachbücher und Kunstbücher – sowie zusätzlich neue Anwendungen im Corporate Publishing. Entscheidend ist jedoch für den Herausgeber und Verleger, nicht nur eine schlüssige Gestaltung von Umschlag bzw. Buchdecke und Buchblock festzulegen, sondern das Design vor Produktionsbeginn rechtzeitig mit den beauftragten Dienstleistern abzustimmen. Daraufhin könnten Hardcover und Softcover mit Buchfarbschnitt als farbige 3D-Objekte bei der Vielfalt an Publikationen auffallen und Kunden als auch Konsumenten begeistern.

Frank Baier

Weitere Beiträge lesen Sie im Schwerpunkt-Thema „Buchproduktion“ in bindereport 12-2019.

Diese Website verwendet Cookies zur Verbesserung und Analyse der angebotenen Dienstleistungen. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. Ich stimme der Verwendung von Cookies zu: