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27.02.2017

Finishing mit höheren Umsätzen

Positive Nachrichten lassen die deutsche Zulieferindustrie weiterhin hoffen: 2016 stiegen die Umsätze im Druck- und Papiermaschinenbau um acht Prozent.

Besonders erfreulich entwickelte sich der Papierverarbeitungsmaschinen-Markt. Immerhin verzeichneten die Hersteller hier einen Umsatzzuwachs von sechs Prozent und ein um 13 Prozent gestiegenes Auftragsvolumen. Damit stieg der Auftragseingang das dritte Jahr in Folge im zweistelligen Prozentbereich. „Der langjährige Investitionsstau in der Druckindustrie löst sich“, kommentierte Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbandes Druck- und Papiertechnik, kürzlich in Frankfurt a.M. Druckereien und Buchbindereien würden sich mit zunehmend automatisierter Weiterverarbeitungs- und Veredelungstechnik auf veränderte Kundenwünsche einstellen. Passend dazu biete die Zulieferindustrie digital vernetzte Angebote. „Industrie 4.0 ist in unserer Branche keine Vision mehr. Wir sprechen nicht nur darüber, sondern bieten Kunden marktreife ‚Print 4.0‘-Prozesslösungen“, sagte Dr. Heering.

Wichtigster Markt für den deutschen Druck- und Papiermaschinenbau bleibt Europa. Alleine die Ausfuhren nach Frankreich, Italien, Polen, Großbritannien, Spanien, in die Niederlande und die Schweiz beliefen sich 2016 auf über eine Milliarde Euro; dies entspricht über 26 Prozent des gesamten Exportvolumens der Branche. Ebenfalls stark entwickelte sich das Geschäft in den USA, auf das 13,3 Prozent der Ausfuhren entfielen. Hinsichtlich des neuen Jahres zeigte Heering verhaltenen Optimismus: „2017 ist ein konstanter Umsatz realistisch, wie erwarten derzeit eine ‚schwarze Null‘.“ Offensichtlich werde der Aufwärtstrend bei den Papierverarbeitungsmaschinen anhalten, im Druckereimaschinenbau sei ein weiterer Umsatzrückgang wahrscheinlich. In diesem Zusammenhang verwies er auf Unsicherheiten im Hinblick auf den Brexit in Großbritannien und den Kurs der neuen US-Regierung.

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