Aktuelles

20.12.2019

Flachware mit „Tiefgang“

Das Jahrbuch des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaften der Universität Leipzig nimmt Zeitläufte des Buches im pluralistischen Blickwinkel auf.

Ausgehend von der Buchstadt Leipzig aus wird das Buch als Medium von Kunst, Geist und Geld und innerhalb seiner gesellschaftlichen Kontexte dargestellt. Manchmal bezeichnen Ausstellungsmacher das äußerlich oft wenig spektakuläre Objekt Buch etwas despektierlich als „Flachware“. Demzufolge verweist der Titel der Publikation mit seinen selbstironischen Tönen auf die bewusste Vielfalt von Ressentiments, Stimm(ung)en und Meinungen.

Wie können blinde Menschen Musiknoten lesen? Wie finden sich begeisterte Leser in der Bücherflut zurecht? Welche Verfahrenswege geht die „HV Verlage und Buchhandel“ im Ministerium für Kultur in der DDR? Welche Geschichte hat die Leidenschaft des Sammelns von Ausgaben der legendären „Insel-Bücherei“? Was hatte die Berliner Verlagslandschaft mit Hannovers „Expo 2000“ gemeinsam? Was erfahren wir bei Perry Rhodan über die Zukunft der Bibliotheken? Wie sehen „Anti-Aging“-Rezepte für Bücher aus?

Diesen und weiteren Fragen widmet sich das fünfte und neueste Heft der „Flachware“. Konkrete, kompetente Antworten darauf geben junge Forscher und erfahrene Experten. Besonderer Tipp für Papierrestauratoren, Archivare, Bibliothekare und Buchbinder: Einer der umfangreichsten Aufsätze des Bandes beschäftigt sich mit der Frage, wie man gegenüber den „elementaren Bücherfeinden“ die Oberhand behält.

www.hauswedell.de

Martin Hochrein, Eyk Henze (Herausgeber): „Flachware. Jahrbuch der Leipziger Buchwissenschaft. Band 5 (2019)“, Broschur, 242 Seiten, 29,00 Euro (D), ISBN: 978-3-7762-0519-0, Dr. Ernst Hauswedell Verlag.

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