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19.02.2019

Goldene Bibel hält neuen Rekord

Das Gutenberg-Museum in Mainz stellt Exemplar Nr. 3 der Gold-Edition der Wiedmann-Bibel in der Kabinett-Ausstellung „Unsere Schönsten … Bilder-Bibeln“ vor

Einmaliges und Rekordverdächtiges gibt es so manches im Gutenberg-Museum, wie die Gutenberg-Bibeln, das „kleinste Buch“ oder etwa die „Nano-Bibel“. Weitere Attraktion wird nun sicher das – laut Guinness-World-Records – offiziell längste Leporello der Welt mit 3333 Bildern, die das Alte und Neue Testament wiedergeben, geschaffen von Willy Wiedmann (1929–2013) in Stuttgart. Insgesamt 16 Jahre (1984–2000) schuf der vielseitig begabte Willy Wiedmann an dem Kunstwerk. Dabei arbeitete er im Stil der Polykonmalerei, den er in den 1960-er Jahren entwickelt hatte. Aufgrund der damals noch nicht so weit entwickelten Drucktechnik konnte er sein Werk nicht publizieren.

Inzwischen entdeckte Sohn Martin Wiedmann das knapp 1,2 km lange Leporello nach dem Tod seines Vaters und erfüllte dessen Herzenswunsch, das Werk weltweit öffentlich zu machen, mit Hilfe der Deutschen Bibelgesellschaft. Mitte Februar 2019 wurde Exemplar Nr. 3 der auf 333 Stück limitierten Art-Edition der Wiedmann-Bibel in Gold durch den Künstler-Sohn Martin Wiedmann sowie Folkert Roggenkamp von der Deutschen Bibelgesellschaft an die Mainzer Kulturdezernentin Marianne Grosse und die Museumsdirektorin Dr. Annette Ludwig übergeben.

Die Art-Edition ist die limitierte Ausgabe der Original-Bibel in Buchform, entstanden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bibelgesellschaft und dem renommierten Fotografen und Gestalter Manfred Rieker. Diese Ausgabe enthält die kompletten Bilder des Original-Leporellos und wird ergänzt durch eine Biografie des Künstlers, durch Kommentare und verschiedene Bibelverse aus der revidierten Luther-Bibel von 2017. Die Ausgabe in Gold ist auf 333 Exemplare limitiert, eine rote und schwarze Edition auf 3000: insgesamt also 3333, was an die Anzahl der Bilder angelehnt ist.

Jetzt haben bereits die Bayerische Staatsbibliothek in München, die Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar, das Bibelmuseum Bibliorama in Stuttgart sowie das Museum of the Bible in Washington D.C. (USA) jeweils ein Exemplar in ihre Bestände aufnehmen können. Vom Gutenberg-Museum in Mainz wird das Ausnahme-Werk in die Kabinett-Ausstellung „Unsere Schönsten … Bilder-Bibeln“ integriert, die bis Jahresende 2019 zu sehen sein wird.

www.gutenberg-museum.de

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