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23.04.2018

Handwerk „schrumpft“ weiterhin

Die Anzahl der Betriebe geht weiter zurück, bestehende Betriebe halten die Mitarbeiter. Nur jeder zweite Betrieb bildet heute aus, und die Geschäftslage sieht nicht „rosig“ aus.

Der Vorstand des Bundes Deutscher Buchbinder e.V. (BDBI) hat den Konjunkturbericht 2017 vorgelegt; dieser Analyse ging eine Umfrage voraus, an der sich 25 Prozent der befragten Betriebe beteiligt hatten. Die Umfrage stellt laut BDBI einen Querschnitt aus den Tätigkeits-Schwerpunkten handwerkliche Einzelfertigung, industrielle Fertigung, Kartonagen, Kleinserien-Fertigung, Restaurierung/Reparaturen, Bildeinrahmung und Digitaldruck dar. 54 Prozent der Betriebe sehen die Geschäftslage als befriedigend an, 22 Prozent als gut, 13 Prozent als nicht befriedigend und 4 Prozent als sehr gut.

Unterschiedlich wird die Umsatzentwicklung im laufenden Jahr eingeschätzt: 45 Prozent prognostizieren einen gleichbleibenden Umsatz, 22 Prozent erwarten wachsende Umsätze, 23 Prozent erwarten rückläufige Umsätze. Derzeit soll die Auftragsauslastung der Betriebe, die sich an der Umfrage beteiligt haben, zwischen 60 Prozent und 100 Prozent liegen. Zudem zeigt sich die Mitarbeiterplanung äußerst stabil: 85 Prozent werden ihren Personalstamm halten, 13 Prozent um weitere Mitarbeiter aufstocken, und nur 13 Prozent müssen Personal abbauen. Von den befragten Betrieben bildet nur jeder zweite aus, sodass ausschließlich 22 Auszubildende gezählt werden. 27 Prozent wollen im Jahr 2018 Ausbildungsplätze anbieten, weitere 13 Prozent spielen noch mit dem Gedanken, aber 54 Prozent verweigern sich in diesem Jahr einer Ausbildungsstelle. Gemäß BDBI-Angaben ist die Anzahl der Betriebe im gesamten Bundesgebiet zwischen 2015 bis 2017 um 88 auf 774 Betriebe zurückgegangen.

www.bdbi.de

Einen ausführlichen Beitrag lesen Sie in bindereport 5-2018.