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04.02.2016

Handwerk widerspiegelt Kontinuität

Der Vorstand des Bundes Deutscher Buchbinder e.V. (BDBI) - siehe unser Foto - legte jetzt einen Konjunkturbericht für das Jahr 2015 vor.

Dem Konjunkturbericht war eine Umfrage vorausgegangen, an der sich 24 Prozent der angefragten Betriebe beteiligt hatten. Diese Umfrage stellt laut BDBI einen Querschnitt aus den Tätigkeits-Schwerpunkten handwerkliche Einzelfertigung, industrielle Fertigung, Kartonagen, Kleinserien-Fertigung, Restaurierung/Reparaturen, Bildeinrahmung und Digitaldruck dar.

Insgesamt zehn Prozent der Betriebe bewerten ihre Geschäftslage als sehr gut, 30 Prozent als gut und mit 60 Prozent eine Mehrzahl als befriedigend. Gleichfalls unterschiedlich wird die Umsatzentwicklung im Jahr 2016 eingeschätzt: Gerade mal zehn Prozent erwarten steigende Umsätze, 57 Prozent prognostizieren gleichbleibende Umsätze, und 31 Prozent rechnen mit rückläufigen Umsätzen. Derzeit soll die Auftragsauslastung bei den Betrieben zwischen 60 und 100 Prozent betragen.

Dennoch zeigt sich die Mitarbeiterplanung in den Betrieben sehr stabil: Momentan wollen zehn Prozent ihre Belegschaft erweitern, 70 Prozent ihren Mitarbeiterstamm halten, allerdings wollen 20 Prozent sogar Personal abbauen. Von den befragten Betrieben bildet jeder zweite beruflichen Nachwuchs aus. Besonders positiv zu vermerken ist, dass 35 Prozent der Betriebe im Jahr 2016 ausbilden wollen und 25 Prozent mit dem Gedanken spielen, im Jahr 2016 auszubilden. Außerdem sieht sich ein Großteil der Betriebe – im Vorfeld der Drupa 2016 und aufgrund der guten Konjunktur – in der Lage, neue Investitionen zu realisieren.

Weiterhin leicht rückläufig ist die Anzahl der Unternehmen im Buchbinder-Handwerk: Im Westen Deutschlands existierten zum 1. Januar 2015 insgesamt 725 Betriebe. Nachdem im ersten Halbjahr 2015 ein Zugang von 20 Betrieben und ein Abgang von 41 Betrieben zu verzeichnen waren, wurden zum 30. Juni 2015 insgesamt 704 bestehende Betriebe registriert. Im Osten Deutschlands gab es zum 1. Januar 2015 insgesamt 137 Betriebe. Nachdem im ersten Halbjahr 2015 ein Zugang von fünf Betrieben und ein Abgang von zwei Betrieben festgestellt wurden, existierten zum 30. Juni 2015 insgesamt 140 Betriebe. Angaben des BDBI zufolge, ist damit die Anzahl der Betriebe im gesamten Bundesgebiet von 862 auf 844 leicht zurück gegangen. Als Hauptgrund für die Geschäftsaufgabe werden nach wie vor Altersgründe angegeben.

www.bdbi.de