Aktuelles

13.04.2018

Historisches Kulturerbe

Künstlerische Drucktechniken wurden im März 2018 in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der deutschen Unesco-Kommission aufgenommen.

Der Beschluss umfasst die Verfahren des Hochdrucks, Tiefdrucks, Flachdrucks, Durchdrucks und deren Mischformen und basiert auf einer Bewerbung um die Aufnahme der besonders für Deutschland historisch bedeutenden „künstlerischen Drucktechniken‘‘, die das Museum für Druckkunst Leipzig zusammen mit dem Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) initiiert hat.

Das Expertenkomitee für das immaterielle Kulturerbe der deutschen Unesco-Kommission würdigte die Initiative zu den „künstlerischen Drucktechniken‘‘ als „Kulturform, die durch kreative Weiterentwicklungsmaßnahmen mit künstlerischen Mitteln in die Zukunft getragen wird“. Sachsens Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange: „In einer Zeit, in der sich durch den digitalen Wandel Mediennutzungsgewohnheiten und traditionelle Handwerkstechniken verändern oder ganz verschwinden, kommt der Pflege des immateriellen Kulturerbes eine besondere Bedeutung zu.“

Als Resultat des Beschlusses der 32. Generalkonferenz der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) im Oktober 2003 hat sich Deutschland seit 2013 verpflichtet, ein nationales Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes zu erstellen. Im Bewerbungsverfahren 2017/2018 wurden die „Künstlerischen Drucktechniken“ als eine von sieben Neuaufnahmen für das Verzeichnis festgelegt.

www.unesco.de/kultur/immaterielles-kulturerbe.html, www.bbk-bundesverband.de, www.druckkunst-museum.de

Einen ausführlichen Beitrag lesen Sie in bindereport 05-2018.