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29.05.2020

Hocheingeschätzte Digitalkompetenz

Zahlreiche Manager in Unternehmen in Deutschland meinen, sie würden sich durch hohe Digitalkompetenz auszeichnen.

So benotet etwa jeder Sechste die eigenen Fähigkeiten mit „sehr gut“, jeder Dritte bewertet sich mit „gut“, im Durchschnitt geben sie sich die Schulnote „gut“ (2,3). Allerdings gibt es auch grundsätzliche Skepsis neuen Technologien gegenüber – und vielen fehlt die Zeit, sich damit im Detail zu beschäftigen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter rund 600 Unternehmen diverser Branchen im Auftrag des Digitalwirtschafts-Verbands Bitkom. Weitere 39 Prozent geben sich die Note „befriedigend“, wiederum nur vier Prozent „ausreichend“. Unverändert würde niemand die eigene Digitalkompetenz mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ einschätzen, teilt der Verband mit.

Doch sind 18 Prozent Technologie-Neuerungen gegenüber eher zurückhaltend; drei Prozent lehnen „die zunehmende Technisierung“ sogar ab und geben an, neues Equipment oder digitale Dienstleistungen nur zu nutzen, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Dazu sagt Bitkom-Präsident Achim Berg: „Digitalisierung ist Chefsache. Unternehmen, die besser digitalisiert sind, haben gerade in Krisenzeiten einen klaren Wettbewerbsvorteil.“ – Die große Mehrheit der Manager ist digitalen Technologien gegenüber sehr aufgeschlossen. Ein Viertel befasst sich ausgiebig mit neuen Geräten und Technologien und nutzt gern neue Produkte. Jeder Zweite zeigt sich Technologie-Neuerungen gegenüber eher aufgeschlossen und nutzt sie nur dann, wenn sich ein klarer Mehrwert erkennen lässt.

Dennoch geben drei von vier Managern an, dass ihnen häufig die Zeit fehlt, sich mit neuen digitalen Technologien zu beschäftigen – obwohl jeweils zwei Drittel empfinden, dass diese Technologien ihr privates bzw. berufliches Leben leichter machen. Jeder Vierte fühlt sich manchmal durch digitale Technologien überfordert. Jeder Fünfte fürchtet sogar, dadurch das Kerngeschäft aus den Augen zu verlieren. „Niemand sollte blindlings alles Bewährte über Bord werfen und nur noch auf ‚Digital‘ setzen“, sagt Berg. „Aber in praktisch allen Branchen liegt die Zukunft der Geschäftsmodelle im Digitalen.“

www.bitkom.org

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