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18.07.2016

Hoffnung auf schneller Sanierung

Schon die nächste Insolvenz stellt eine für Kataloge und Periodika, „Bookazines“, Bücher und Broschuren bekannte Druckerei auf eine harte Probe.

Anfang Juli 2016 hat das Amtsgericht Würzburg der vorläufigen Eigenverwaltung der Stürtz GmbH (Würzburg) zugestimmt; die Geschäftsführung hatte vorher einen Antrag gestellt. Stürtz gehört heute zum Solvesta-Konzern, der die namhafte Druckerei im März 2016 während eines Eigenverwaltungs-Verfahrens gekauft hatte. „Unregelmäßigkeiten im operativen Betriebsteil“ hätten innerhalb der Sanierung offensichtlich gemacht, „dass der Restrukturierungsaufwand höher anzusiedeln ist als zunächst evaluiert“, erklärt Dr. Patrik Fahlenbach, Vorstandsvorsitzender der Solvesta AG, die Hintergründe der Antragstellung. Der Geschäftsbetrieb und die Produktion der Druckerei, die derzeit 250 Mitarbeiter beschäftigt, laufen in dem Verfahren unverändert weiter.

Begleitet wird die Eigenverwaltung in rechtlichen Belangen durch Buchalik Brömmekamp, wobei auch eine betriebswirtschaftliche und operative Restrukturierung erfolgen wird. Die Düsseldorfer Unternehmensberatung und Wirtschaftskanzlei hat seit der Einführung des neuen Insolvenzrechtes im Jahr 2012 über 80 Unternehmen in einer Eigenverwaltung beraten. Neben der Erstellung des Sanierungsplanes hat Sanierungsexperte Dirk Eichelbaum (Buchalik Brömmekamp) mit Christian Hohagen die Geschäftsführung der Stürtz GmbH übernommen. Die bisherige Vertriebs-Geschäftsführerin Ramona Weiß-Weber hat das Unternehmen inzwischen verlassen.

Sanierungs-Geschäftsführer Dirk Eichelbaum will das Vertrauen der Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter für den Erhalt des Unternehmens wieder gewinnen: „Ungeachtet der bisherigen Vorkommnisse sehe ich Stürtz sehr gut aufgestellt und die Eigenverwaltung als richtigen Weg, die Sanierung im Interesse aller Beteiligten schnell und erfolgreich umzusetzen.“ In der Eigenverwaltung steht die Unternehmensleitung unter der Aufsicht eines vorläufigen Sachwalters. Das Amtsgericht Würzburg hat dafür Dr. Harald Schwartz, Inhaber der Kanzlei Schwartz Insolvenzverwalter, bestellt, der sich zuvor in einem Gutachten an das Gericht für die Eigenverwaltung ausgesprochen hatte. „Trotz der bisherigen Sanierungsmaßnahmen sind die Mitarbeiter bei Stürtz motiviert. Die Beteiligten haben zum jetzigen Zeitpunkt ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit signalisiert“, so Dr. Schwartz.

www.stuertz.de