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10.02.2016

Höhere Nachfrage als gutes Signal

Starker Auftragseingang und stabile Umsätze im Jahr 2015 lassen den Maschinenbau auf ein erfolgreiches Drupa-Jahr 2016 hoffen.

Der deutsche Druck- und Papiermaschinenbau geht mit gut gefüllten Auftragsbüchern in das Drupa-Messejahr 2016. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Auftragseingang für Druck- und Papiertechnik um 10 Prozent. Während die Hersteller von Druckmaschinen neun Prozent Auftragsplus melden, gingen für die Hersteller von Papierverarbeitungsmaschinen 2015 abermals 21 Prozent mehr Aufträge ein, nachdem der Auftragszuwachs hier schon 2014 bei 29 Prozent lag.

„Dass die Nachfrage im Vorfeld unserer wichtigsten Branchenmesse so stark anzieht, ist für unsere Mitgliedsunternehmen ein gutes Signal“, erklärt Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des Fachverbandes Druck- und Papiertechnik im VDMA mit Blick auf die Drupa 2016. Der deutsche Druck- und Papiermaschinenbau habe überzeugende Lösungen, sei es für die Digitalisierung, den wachsenden Verpackungsmarkt oder den industriellen Druck.

Aufgrund ihrer traditionell starken Auslandsgeschäfte konnten die deutschen Druck- und Papiermaschinenbauer ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr leicht steigern (+ 1 Prozent) – obwohl es im Inland erneut einen starken Umsatzrückgang von 13 Prozent gab und sich die Abkühlung der Wirtschaft Chinas auf die Nachfrage ausgewirkt hat. Demnach gingen die Exporte nach China in den ersten acht Monaten 2015 um knapp ein Zehntel gegenüber dem Vorjahr zurück, während die EU-Länder um 22 Prozent zulegten. „China ist weiterhin hinter der EU der zweitgrößte Absatzmarkt für deutsche Druck- und Papiertechnik“, erläutert Heering, „dicht gefolgt von den USA, die mit einem Wachstum von 5,5 Prozent immer mehr aufholen.“

Konkret im Bereich Papierverarbeitungsmaschinen legten der Inlandsumsatz um 13 Prozent und die Auslandsumsätze um neun Prozent zu. Die Hersteller von Druckereimaschinen mussten abermals Umsatzeinbußen von sechs Prozent hinnehmen; im Inland gaben die Umsätze sogar um 24 Prozent nach. „Diese Entwicklung hatte sich durch den schwachen Auftragseingang im Jahr 2014 angekündigt. Dass wir bei Druckereimaschinen nun 18 Prozent mehr Aufträge aus EU-Ländern und insgesamt fast ein knappes Zehntel Auftragszuwachs sehen, lässt auf ein besseres Jahr 2016 hoffen“, erklärt Heering.

Derzeit gehen Trends hin zu kleineren Auflagen, zur Individualisierung und Veredelung von Druckerzeugnissen – diese erfordern intelligent vernetzte Maschinen, die sich nahtlos in die zunehmend digitalen Workflows der Anwender fügen. Die Hersteller von Druck- und Papiertechnik wollen der Kundenindustrie durch intelligente Automation mit geeigneten Prozess- und Datenketten zu mehr Produktivität zu verhelfen – über Hersteller und Branchen hinweg. Hierfür würden 15 Mitgliedsfirmen des VDMA-Fachverbandes im Arbeitskreis „Prozesskette“ an offenen standardisierten Schnittstellen arbeiten.

www.dup.vdma.org