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07.03.2016

Image durch „Layflat Light“

Mit der Weiterentwicklung der Layflat-Klebebindung rückt jetzt ein Hamburger Druck-Dienstleister in neue Dimensionen vor.

Das Verfahren ist aus der Herstellung von Fotobüchern ein Begriff. Die Besonderheit: Layflat-Fotobücher können nach dem Öffnen und Durchblättern nicht zuklappen, sondern bleiben im aufgeschlagenen Zustand plan liegen und erlauben dadurch eine bequemere Ansicht. Dieses Verfahren will jetzt ein Hamburger Druckhaus für seine Printprodukte nutzen. Die große Herausforderung war schnell erkannt: Abbildungen die sich optisch über eine Doppelseite strecken, ließen sich bisher in einer Broschüre mit dünnen Seiten nicht darstellen. Demnach werden den Bund „schneidende“ Linien oft versetzt abgebildet, und sogar ganze Bild- und Textteile gehen im Bund verloren. Eine Panoramabindung für dünne Seiten musste her.

„Hierfür haben wir ein eigenes Verfahren entwickelt, so dass die rechte und linke Seite auch bei Publikationen mit dünnen Seiten zu 100 Prozent nahtlos aneinander passen“, erläutert Martin Lemcke, Geschäftsführer der Langebartels & Jürgens Druckereigesellschaft mbH. „In Kombination mit Finest Uncoated Printing, unserem preisgekrönten Premium-Druck auf ungestrichenem Naturpapier, erweitern wir unser Angebot an exklusiven Printprodukten damit um einen entscheidenden Baustein.“ Für die Weiterentwicklung der Klebebindung zu einer eleganten Layflat-Variante holte sich Martin Lemcke die Expertise eines erfahrenen Buchbinders ins Boot, der die Weiterverarbeitung der „Layflat Light“-Aufträge auch erledigt. Letztlich habe die Verfahrensentwicklung über ein halbes Jahr erfordert.

Mehrere Kriterien sind für die Anwendung relevant: „Layflat Light“ erscheint aufgrund dieser Buchbindung mit freiem Buchrücken und erlaubt, dass die Broschüre im aufgeschlagenen Zustand sicher plan liegen bleibt. Möglich sind derzeit Broschüren in Formaten von 7,0 x 10,0 cm bis 32,5 x 37,0 cm und bei einer Buchblockstärke von 2 bis 80 mm. Besonders geeignet ist das Verfahren für Hardcover- und Softcover-Printprodukte, für den Einsatz auf ungestrichenen Naturpapieren sowie in gestalterischer Hinsicht für den Druck von überlaufenden Bildmotiven und Panoramen, auch mit zusätzlicher Veredelung. Weniger geeignet ist das Verfahren für den Einsatz auf gestrichenen Bilderdruckpapieren sowie für Projekte, die unter dem Blickpunkt einer sehr beschränkten Kostenstruktur und für eine Herstellungszeit von weniger als sechs Wochen konzipiert werden.

Aufgrund des hohen manuellen Aufwandes bei der Herstellung eignet sich „Layflat Light“ für kleinere, exklusive Auflagen. Deshalb betont Langebartels & Jürgens: Derartige Broschüren sind zeitintensiv in der Herstellung und liegen preislich im oberen Segment, sind dafür aber etwas ganz Besonderes. Momentan sucht das Hamburger Druckhaus weitere Buchbinder, die die Weiterverarbeitung einzelner „Layflat Light“-Aufträge erledigen.

www.langebartelsdruck.de


Einen ausführlichen Bericht können Sie in bindereport-Ausgabe März 2016 lesen.