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08.08.2017

Internet „pusht“ die Branche

Der lukrative Fotobuch-Markt verlangsamt zwar sein Wachstum weiter, stellt jedoch umso mehr einen Bereich mit hohem Innovationspotenzial dar.

Bereits seit Jahren registriert der Bundesverband der Großlaboratorien (BGL) einen Rückgang bei Bildern, die noch auf klassische Weise für beliebige Zwecke vergrößert und auf Fotopapier ausgedruckt werden. Binnen weniger Jahre sank in Deutschland das Volumen geprinteter (Analog- und Digital-) Bilder von 2,5 Milliarden (2010) auf 2,0 Milliarden (2015). Inzwischen ordern und kaufen die Verbraucher auf Basis ihrer Digital-Fotografien stattdessen zusehends mehr Fotobücher und Fotopräsente, Wanddekor-Produkte, Kalender und Grußkarten, wie der BGL erklärt.

Diese Entwicklung vollzieht sich sukzessive immer weiter – nicht etwa trotz, eher wegen der Digitalisierung und des mobilen Internets, was per Smartphone und Tablet neue Optionen bietet. Gemäß den Verbandsangaben würde das Smartphone als Bilderquelle im Vergleich zu früher schon aufgrund breiter Verfügbarkeit für steigende Bestellquoten bei Photoprints sorgen.

„Der Fotobuch-Markt fängt den Rückgang im Bildergeschäft mehr als auf“, konstatiert BGL-Vorstandsmitglied Torsten Ziehl (Fujifilm Imaging Germany) im Hinblick auf die vergangenen Jahre. Dem Volumen von 8,8 Millionen Fotobüchern im Wert von 247 Millionen Euro (2015) folgte im vorigen Jahr ein Volumen von 9 Millionen Fotobüchern im Wert von 275 Millionen Euro. Diese Entwicklung ist kein Zufall: Längst gibt es einen Trend von der Masse zur Klasse. Laut BGL soll die höhere Nachfrage nach quadratischen, Quer- und Sonderformaten, nach hochwertiger Ausstattung, größeren Seitenumfängen und Produkten auf echtem Fotopapier der Grund sein.

Dennoch hat insbesondere das Wachstum des Fotobuch-Marktes seine Grenzen, wie das Onlineportal Statista.de in Analysen zur Absatzmenge feststellt. Einen nahezu sprunghaften Anstieg verzeichnete der Markt ab dem Jahr 2007, als „nur“ 1,5 Millionen Fotobücher in Deutschland verkauft wurden – in den darauf folgenden sechs Jahren wurden es jeweils fast 700 000 Stück mehr. Einen nochmaligen Wachstumsschub gab es von 2013 (7,9 Millionen Stück) zu 2014 (8,5 Millionen Stück). Seitdem ist der Absatz nach Analysen des Statistik- und Studienportals von 8,8 Millionen (2015) auf 9 Millionen Stück (2016) auffallend maßvoll gestiegen.

Einen ausführlichen Beitrag lesen Sie in bindereport-Ausgabe 8-2017.