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03.04.2019

Investitionen trotz Kostendrucks

Umsatz und Gewinn der Druckbranche sind 2018 gesunken, höhere Preise lassen sich schwer weiter geben, und dennoch sind die Unternehmen für Investitionen bereit.

Gründe für dieses Verhalten liegen im anhaltenden Wettbewerbsdruck. Diese Ergebnisse gehen aus der neuesten Branchenumfrage des Bundesverbandes Druck und Medien hervor, an der zum Jahresanfang 2019 wiederum rund 420 Unternehmen teilgenommen haben. Befragte Unternehmen vertreten rund 24 Prozent der Beschäftigten der Druckbranche und erzielten 2018 einen kumulierten Umsatz von rund 4,8 Milliarden Euro, was einem Anteil am Branchenumsatz von rund 23 Prozent entspricht. Die Ergebnisse der Umfrage bieten daher einen vertieften Einblick in die Lage der Druckbranche, ihre wirtschaftliche Situation und einen Ausblick in die Zukunft.

Bereits im Vorjahr erwartet, verzeichneten die Befragten starke Kostensteigerungen: Neun von zehn Unternehmen mussten verteuertes Druckpapier verkraften. Acht von zehn Unternehmen waren mit höheren Transportkosten konfrontiert. Preissteigerungen bei den Lieferanten gelten auch in diesem Jahr als eines der größten Geschäftsrisiken: Unternehmen befürchten bei allen Kostenarten weitere Preiserhöhungen. Als Konsequenz beabsichtigt fast jedes zweite Unternehmen, die Verkaufspreise für ihre wichtigsten Produkte und Services zu erhöhen. Demgegenüber wollen 41 Prozent die Preise auf dem Vorjahres-Niveau halten, 12 Prozent meinen, ihre Preise sogar senken zu müssen.

Und der Umsatz der Druckbranche war im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig: 42 Prozent der Befragten verzeichneten Einbußen, während 39 Prozent von Zuwächsen berichteten. Besonders negativ entwickelten sich die Segmente Werbebeilagen und Prospekte sowie Services der Druck- und Medienvorstufe; überdurchschnittliche Zuwächse gab es bei Verpackungen, Etiketten und dem Großformatdruck. 45 Prozent der Befragten berichteten von sinkenden Gewinnen, nur 35 Prozent verzeichneten höhere Gewinne als im Vorjahr. Gerade die Entwicklung bei größeren Unternehmen war besonders negativ: Zeitungen und Anzeigenblätter bildeten das am stärksten betroffene Segment.

Aktuelle Geschäftschancen sieht die Mehrheit der Unternehmen in ergänzenden Services rund um das Druckprodukt (75 Prozent). Ebenso werden für das Jahr 2019 Umsatz- und Gewinnzuwächse durch beabsichtigte Verkaufspreissteigerungen erhofft. Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen (je nach Investitionsbereich 81 bis 97 Prozent) plant überdies zunehmende Investitionen, insbesondere in Software und Prozesse.

www.bvdm-online.de/druckindustrie

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