Aktuelles

25.11.2016

Kalender-Business gesichert

Ein Druck- und Verlagshaus in Niedersachsen schwingt sich mit einer neuen, erweiterten Falzmaschine zu höherer Effizienz im Kalendergeschäft auf.

Infolge der Inbetriebnahme einer neuen Anlage im März 2016 hat die Friedr. Schmücker GmbH (Löningen) einen Kurswechsel bei der Weiterverarbeitung von Kalendarienblöcken vorgenommen: weg von der Einzelblatt-Fertigung und hin zur klebegefalzten Produktion. Unsere Aufnahme zeigt Geschäftsführer Reiner Hömer und Mitarbeiterin Birgit Brümmer vor der Anlage. Diese basiert auf einer Heidelberger Falzmaschine KH-78/82, einem System in der Leistungsklasse 9000–12 000 Bogen/Stunde, die mit Baumer hhs-Klebstoffauftragsstationen, einer Bograma-Stanzmaschine BSM 450 Servo und einer Palamides-Stapelauslage erweitert wurde.

Bislang wurden die Kalendarienblocks aus Einzelblättern gefertigt. Hierzu mussten die Druckbogen geschnitten, zusammengetragen, perforiert und geheftet werden. Außerdem wurden die Kalendarienblocks mit einem Hotmelt-Fälzel versehen, um die Drahtklammern zu verdecken. Aufgrund einer Jahreskapazität von mehreren Millionen Kalendarienblocks will das Unternehmen die Effizienz steigern, indem die Fertigung direkt aus dem Falzbogen erfolgt.

Nunmehr werden die Druckbogen direkt von Palette in die Falzmaschine geführt, dort inline perforiert und verleimt, an die Stanzmaschine für den Seiten- und Frontbeschnitt übergeben und letztlich über die Stapelauslage ausgegeben. Dabei versteht es sich von selbst, dass die Schneidabfälle an der Stanzmaschine abgesaugt und dem Recycling zugeführt werden. Alleine die Taktgeschwindigkeit der Anlage erlaubt im Vergleich zur Einzelblatt-Fertigung einen deutlich höheren Ausstoß. Darüber hinaus verbinden sich damit auch Vorteile in ökologischer Hinsicht, denn es entfallen Kosten für Schneidarbeiten und Material (Heftdraht, Hotmelt-Fälzel). Gleichfalls betont das Unternehmen: Insgesamt habe sich die Optik und Qualität der Kalendarienblocks in punkto Planlage und Abreißbarkeit der Einzelblätter verbessert.

Mithilfe der neuen Anlage können bei rechtzeitiger Auftragsplanung und wirtschaftlicher Auflagenhöhe sogar Sonderwünsche bei der Gestaltung realisiert werden, beispielsweise kreative Verlaufsformen, farbenfrohe Motive oder auffällige Akzente. Die Gestaltung der Kalendarienblöcke kann bei entsprechender Auflage dem Rückwandmotiv farblich bzw. mit individuellen Motiven, Farben und Schriften angepasst werden. Last but not least, möchte das Druck- und Verlagshaus mit diesem Alleinstellungsmerkmal seine Produktsparte Kalender noch weiter ausbauen.

www.schmuecker-druckhaus.de

Einen ausführlichen Artikel können Sie in der am 16. Dezember 2016 erscheinenden bindereport-Ausgabe 12-2016 lesen.