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18.05.2020

Luftfeuchte contra Infektionen

Das Raumklima beeinflusst die Infektionsübertragung, erklärt Condair Systems GmbH, eine Firma der Condair Group, die Hersteller von Luftbefeuchtungsanlagen ist.

Immer noch stehen Mindestabstand, Maskenpflicht und Handhygiene im öffentlichen Leben Deutschlands im Mittelpunkt. Derzeit gibt eine wissenschaftliche Untersuchung Einblicke, wie die Verbreitung von Covid-19 auch in Produktionsbetrieben und Verwaltungsgebäuden zusätzlich eingedämmt werden könnte. Diese Analyse gab Condair Systems heraus, eine Firma der Condair Group, Spezialist für Luftbefeuchtung auf dem Markt.

Das Ausbreitungspotenzial von Corona- und Influenzaviren könnte laut der Studie, die von Professor Akiko Iwasaki (Foto), Immunbiologin an der Yale University (USA), kürzlich veröffentlicht wurde, auch durch die relative Luftfeuchtigkeit beeinflusst werden: „Mehr als 90 Prozent unseres Lebens verbringen wir in Gebäuden in unmittelbarer Nähe zueinander. Worüber nicht gesprochen wird, ist die Beziehung zwischen Temperatur und Luftfeuchtigkeit und die Virenübertragung über die Luft“, erklärt Akiko Iwasaki. Wenn kalte, trockene Luft in ein Gebäude strömt und sich durch Heizen erwärmt, sinkt automatisch die relative Luftfeuchte, die dann oft nur noch 20 Prozent beträgt. Insbesondere in dieser trockenen Umgebung können sich Viruspartikel wie SARS-CoV-2 leichter über die Luft verbreiten, entdeckten die Yale-Wissenschaftler. Ebenso hemmt warme, trockene Luft die Fähigkeit der Schleimhäute der Atemwege, Virenpartikel abzustoßen. Zusätzlich wird die Fähigkeit des Immunsystems, Erreger zu bekämpfen, in trockeneren Umgebungen unterdrückt, stellt Iwasaki dar.

Diese Studie kommt zu dem Ergebnis, dass eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent der optimale Bereich ist, um die Ausbreitung von Atemwegs-Infektionen wie Grippe oder Covid-19 zu bekämpfen. „In diesem Feuchtebereich funktioniert das Immunsystem am effektivsten, und Viren werden rasch deaktiviert“, erklärt Dr. med. Walter Hugentobler, Mitautor der Yale-Studie. Viele öffentliche und gewerbliche Gebäude verfügen im Allgemeinen jedoch nicht über eine kontrollierte Luftfeuchtigkeit. Gegenwärtig wird auch kein Mindestwert für die Luftfeuchte am Arbeitsplatz vorgeschrieben. Deshalb wäre es wichtig, dass Unternehmen eine Mindest-Luftfeuchte besser kontrollieren können als bisher, meinen die Experten: „Die Festlegung von Mindestwerten für Raum-Luftfeuchtigkeit könnte die Belastung der Gesellschaft durch saisonale Atemwegs-Infektionen verringern und Leben retten. Eine relative Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent wäre dafür ideal“, ist sich Dr. med. Hugentobler sicher.

https://www.condair-systems.de/dry-building-syndrom

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