Aktuelles

14.10.2015

Oktoberfest der Bücher in Frankfurt

Auch vom 14. bis 18. Oktober 2015 kommen in Frankfurt am Main wieder zahlreiche Print-Protagonisten aus vielen Bildungsnationen zum Zuge.

Solange wie im vorigen Jahr rund 270 000 Besucher auf das Messegelände unter dem Funkturm strömen und vornehmlich neue „physische“ Bücher entdecken möchten, dürfte gerade den Mitarbeitern aus der Printmedia-Branche um die Zukunft des schön gestalteten, qualitativ gedruckten und gebundenen Buches wohl nicht bange werden. Zugegeben, die Digitalisierung hat auch unsere Branche längst erreicht, die Vorteile des Internetgeschäfts und der Onlineplattformen sind unbestritten; jedoch der hysterische „Hype“ um die Audio- und E-Book-Revolution, die Dominanz von Dienstleistern im Online-Print-Business sowie entsprechend ausbleibende Aufträge bei den „stationär“ druckenden und verarbeitenden Betrieben ist vergangen. Längst macht sich in den für Verlags- und Buchhandelsbetriebe, für Buchkunst- und Print-Unternehmen reservierten drei Ausstellungsebenen der Messehalle 4 die Globalisierung deutlich breit. Inzwischen gibt es in allen Bereichen nicht nur nationalen, sondern immer mehr internationalen Wettbewerb, der mit geistiger Mobilität in neue Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen mündet.

Ständig bewegt sich die Frankfurter Buchmesse im Spannungsbogen zwischen dem Buch als schnell produziertem Massenobjekt mit auffallenden Veredelungs-Features auf dem Einband und dem Buch als individuelle, wohlfeil gestaltete und ausgestattete Einzel-Edition in kleiner Auflage. Sowohl für „Printing on Demand“-Interessenten als auch für Buch(einband)kunst-Freunde lohnt das Branchentreffen der Literaturszene deshalb einen Besuch. Abseits des Rummels um die Verlagsneuheiten kommen Neugierige auf ihre Kosten, die ihren Fokus auf die handwerkliche oder künstlerische Fertigung, ferner aber auch auf die industrielle Herstellung von Büchern und Broschuren richten.

Obzwar zahlreiche Vortrags- und Diskussionsforen zu unterschiedlichen Buchmarkt-Themen angeboten werden: Podiumsgespräche zur Bedeutung der Printmedia-Branche haben Besucher in den vergangenen zwei, drei Jahren leider vermisst. Sollte es keinen Platz für eine Pro Print-Kampagne geben? Dennoch dürfte sich die faszinierende Bücherschau in der Main-Metropole einmal mehr als geschäftliche Kontaktbörse und individueller Netzwerktreff erweisen. Neben aktuellen Trends zu den gewünschten Ausgabemedien von Inhalten (Online, Audio- oder E-Book, Print, Mobile) ist mit vielgestaltigen Impressionen aus bewährten und neu entdeckten Bücherwelten zu rechnen.

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