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04.01.2016

Phoenix Print im Aufwind

Eine der größten süddeutschen Druckereien setzt schwerpunktmäßig auf das hochwertig ausgestattete und verarbeitete Hardcover-Buch.

Was derzeit im Unternehmen geschieht, wirkt insgesamt strukturiert und geordnet und deutet auf positive Auswirkungen des Sanierungs- und Konsolidierungskurses hin. „bindereport“ ist zu Besuch bei der Phoenix Print GmbH in Würzburg, die sich seit Anfang Oktober 2015 im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung befindet. Ramona Weiß-Weber, seit Jahresmitte 2015 neue Geschäftsführerin, gibt sich zuversichtlich, das Insolvenzverfahren in naher Zukunft abschließen zu können. Das erklärte Ziel ist: Phoenix Print konzentriert sich auf die Kompetenzen im Portfolio und stellt sich besonders bei der Produktion von Büchern neu auf.

Kunden kommen aus dem Verlagswesen und der Industrie, sind Agenturen und Markenartikler – zu 90 Prozent aus Deutschland, zehn Prozent aus dem benachbarten Ausland wie Österreich und Schweiz. Nahezu alle Auftraggeber hätten Phoenix Print bisher die Treue gehalten. Künftig orientiert sich das Unternehmen noch mehr am Markt: „Phoenix Print will neben kurzfristig benötigten Medien auch verstärkt auf langfristig beständige Inhalte setzen“, erläutert Ramona Weiß-Weber. Hierbei sollen wissenschaftliche und Fachpublikationen sowie Lehrmaterialien eine wichtige Rolle spielen. „Einen wachsenden Markt sehen wir auch im Bereich der Lifestyle-Bücher, zum Beispiel Bildbände, Kunst- und Fotobände, auch für bestimmte Marken.“

„Unsere Produktion erreicht derzeit circa 60 Millionen Exemplare in den Bereichen rückstichgeheftete Produkte, Softcover- und Hardcover-Bücher pro Jahr“, definiert Jürgen Kohrmann, Leiter Weiterverarbeitung. Indessen würden die Auflagen der einzelnen Jobs bei Magazinen und Zeitschriften zwischen 5000 und 50 000, bei Büchern bei durchschnittlich 3000 Exemplaren liegen. Das in den Medien hochgelobte neue Format „Bookazines“ – eine neue kombinierte Verlags-Produktvariante von Buch und Magazin – realisiert Phoenix Print bereits mit Erfolg.

Insbesondere den Anteil der Hardcover-Bücher am Portfolio wolle man weiter steigern – von den Kunden würde nicht zuletzt die qualitative Fadenheftung geschätzt. Spezialität des Hauses ist z.B. die Buchblockstärke von fünf bis 80 Millimetern. Ganzheitliche Fertigung von „veganen“ Buchtiteln (bezüglich des Einsatzes von Verbrauchsmaterialien wie Klebstoffen) gehört ebenfalls zum Repertoire. Vielerlei Ansprüche von Kunden werden adäquat umgesetzt, so Jürgen Kohrmann: „Gerade die Vielfalt von variablen Seitenumfängen, von unterschiedlichen Formaten und Papieren hat in den vergangenen Jahren zugenommen.“

Demnach ist Phoenix Print auf dem besten Weg in eine sichere Zukunft. Aussagen der Geschäftsführerin Ramona Weiß-Weber zufolge, werden 265 Mitarbeiter in Zukunft die Verwaltung, die Produktion und den Vertrieb sicherstellen. Ebenfalls werde weiterhin dem Berufsnachwuchs eine Chance gegeben; regelmäßig befinden sich etwa 15 junge Leute in Ausbildung. Phoenix Print steht laut eigenem Statement in Zukunft verstärkt für das hochwertig ausgestattete und verarbeitete Hardcover.

Einen ausführlichen Bericht können Sie in bindereport-Ausgabe Januar 2016 lesen.

www.phoenixprint.de