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03.01.2017

Präzisionsarbeit hat Schwergewicht

Bereits seit den 1990er Jahren ist die Dürselen GmbH & Co. KG (Mönchengladbach) als Spezialist für Papierbohrmaschinen diverser Leistungsklassen ein Begriff.

Zunächst war das im Jahr 1966 gegründete Unternehmen als Zulieferer des Maschinenbaus tätig, bis es ab den 1970er Jahren zusätzlich ein Maschinenprogramm für die Druckindustrie aufbaute. Zulieferer ist es in den vergangenen fünf Jahrzehnten geblieben: Den Schwerpunkt bildet heute zu 75 Prozent die Lohndienstleistung und Zuliefertätigkeit. Dürselen realisiert die Auftragsfertigung von Großkomponenten und Präzisionsteilen, von Sondermaschinen samt Automatisierungslösungen für verschiedene Industrien. Hierbei werden Präzisions- und Großteile bis 16 Meter Länge und 50 Tonnen Gewicht gefräst und gebohrt. Abnehmer kommen aus dem Werkzeug-, Textil- und Verpackungsmaschinenbau, aus dem Schiffbau, der Luft- und Raumfahrt.

Renommee in der Druckindustrie hat sich das Unternehmen mit Papierbohrmaschinen und deren Peripherie erworben. Außerdem ist es in die Herstellung von Verpackungsmaschinen, Transport- und Handling-Systemen eingestiegen. Indessen kommen beide Bereiche auf 25 Prozent Anteil im Portfolio. Vorrangig industrielle Druckereien und Buchbindereien gehören zur Kundschaft des Unternehmens, das momentan 22 Mitarbeiter und drei Auszubildende beschäftigt. Vertrieb und Service der Maschinen werden von globalen Vertragshändlern im Herkunftsland der Kunden gewährleistet.

Obgleich die Stückzahlen bei den Papierbohrmaschinen klar rückläufig sind, will das Unternehmen seine Position in diesem Marktsegment ausbauen und die Papierbohrtechnik um neue Features erweitern. Offensichtlich profitieren Kunden von den langlebigen und widerstandsfähigen Produkten des Hauses – wie auch Geschäftsführer Dirk Berg die seit Jahrzehnten solide Qualität im Maschinenbau von Dürselen unterstreicht: „Heute bekommen wir Maschinen, die beim Kunden bereits weit über 20 Jahre laufen, zur Generalüberholung, und die laufen danach mindestens zehn weitere Jahre“, erzählt der Geschäftsführer. „Wir würden natürlich lieber neue Maschinen verkaufen – aber diese Qualität spricht für unsere Marke.“

Indessen engagiert sich das Unternehmen, das mit der Präzisions- und Großteile-Produktion eine hohe Fertigungstiefe hat, das Know-how in den Bereich der Verpackung zu übertragen. Innovationen wie die Wendestation DS.02 (siehe unser Foto) dienen in der industriellen Druckverarbeitung oder Verpackungsbranche der Entlastung des Bedienpersonals, denn es vermeidet unnötiges manuelles Wenden, Heben und Tragen von schweren Stülpkartons. Neueres Beispiel der höheren Automatisierung ist der Dürselen-Verpackautomat VA.02 für das Verpacken von beliebigen Flachgut- und Stückgut-Produkten in Stülpkartons – eine Prozesslösung mit intelligenter Transport- und Zuführ-Logistik für den Versandraum. Derartige Spezialmaschinen können den „Flaschenhals“ nach dem eigentlichen Fertigungsprozess und vor dem Schrumpffolien-Verpacken und Stückgut-Palettieren schließen.

www.duerselen.de

Einen ausführlichen Beitrag können Sie in bindereport-Ausgabe 01-2017 lesen.