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11.07.2017

Print behauptet sich ganz klar

Ein stabiler Branchenumsatz, steigende Investitionsbereitschaft und anhaltend hohe Netto-Werbeeinnahmen stellen die aktuelle Situation der Druckbranche dar.

„Ein positives Bild der deutschen Druck- und Medienwirtschaft“ sieht derzeit Dr. Paul Albert Deimel (Foto), Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Druck und Medien (BVDM). Nach Schätzungen des BVDM lag der Branchenumsatz im Jahr 2016 stabil bei 21,1 Milliarden Euro. Die Investitionen der Unternehmen dürften bei 666 Millionen Euro gelegen haben – ein Anstieg von über 20 Prozent. Die Investitionsquote der Druckbranche liegt damit deutlich über der des verarbeitenden Gewerbes. Ersatzbeschaffungen und Erweiterungen der Kapazitäten gehören zu den wichtigsten Investitionsmotiven. Auch die Digitalisierung des wirtschaftlichen Umfeldes spielt dabei eine Rolle. – Print ist unverändert der Werbeträger Nummer 1: Gedruckte Werbung macht fast 55 Prozent der Netto-Werbeeinnahmen aus, den Rest teilen sich Fernsehen, Hörfunk, Kino sowie Online/Mobile. Den größten Anteil nehmen dabei Tageszeitungen, Anzeigenblätter und Publikumszeitschriften ein.

Entsprechend amtlichen Statistiken sind in der Druckbranche 8316 Druckereibetriebe mit 139 399 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten tätig. Gegenüber dem vorhergehenden Jahr entspricht dies einem Rückgang von 2,4 Prozent bei den Unternehmen und 2,1 Prozent bei den Beschäftigten. Momentan sehen die Unternehmen Geschäftsrisiken in einer nicht ausreichenden Inlandsnachfrage, zunehmenden Arbeitskosten sowie ggf. wieder steigenden Preisen für Energie und Rohstoffe. Zudem melden zahlreiche Druckereibetriebe einen Fachkräfte-Mangel. Chancen für die Unternehmen ergeben sich jedoch in diesem Jahr aufgrund wichtiger politischer und kultureller Ereignisse, anhaltend hoher Konsumneigung und guter Geschäftsstimmung in der Werbewirtschaft.

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