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07.09.2016

Produktives Beilagen-Einstecken

Effizienz ist gerade im High-Volume-Akzidenzbereich entscheidend: Derzeit verdoppelt Oppermann die Zahl der Beilagen auf über eine Milliarde.

Wer jährlich über eine Milliarde Beilagen in Tageszeitungen und Anzeigenblätter einsteckt, ist auf perfekte Abläufe im Versandraum angewiesen. Die Oppermann Druck und Verlags-GmbH & Co. KG in Rodenberg stellt sich deshalb zusätzlich zu den beiden bestehenden SLS 3000 mit zwei neuen Einstecksystemen Pro Liner von Müller Martini auf.

Bereits im Sommer 2015 war bekannt geworden, dass die Madsack-Mediengruppe ihr Druckzentrum in Hannover schließen und die Aufträge für die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“, die „Neue Presse“ sowie sämtliche Anzeigen- und Wochenblätter ab dem Jahr 2017 an Oppermann vergeben wird. Dieses im Druckgeschäft erfahrene Unternehmen investiert daher in zweistelliger Millionenhöhe, um die zusätzlichen Kapazitäten verarbeiten zu können. „Wir verdoppeln unsere Volumen sowohl bezüglich Produktionsfläche als auch Tonnage und Beilagenaufkommen“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter André Schäffer. Künftig sollen in Rodenberg – anstatt wie bisher 500 Millionen – jährlich mehr als eine Milliarde Beilagen in Zeitungsprodukte eingesteckt werden.

Schon im Oktober 2016 gehen in einer neuen, 7000 Quadratmeter großen Halle zwei neue, vom Leitsystem Connex Mailroom gesteuerte Pro Liner in Betrieb. Diese Einstecksysteme sind identisch konfiguriert: je 20 Anleger, automatische Haupt- und Vorprodukt-Beschickung (die Zeitungen gelangen von der Rotation via zwei Transporteure News Grip-F und zwei Flexi Roll-Puffersystemen zu den beiden Pro Linern) sowie je drei Paketbildner Flex Pack (siehe unser Foto) pro Linie. Diese sechs Flex Pack sind erstmals mit einer integrierten Folierfunktion versehen. Ebenfalls als Weltpremiere setzt Oppermann die von Müller Martini neu entwickelten Mini Feeder für die effiziente Zuführung der Beilagen in die Anleger ein. Neben einer Optimierung des Layouts und der Kosten sollen diese Module auch Vorteile bei der Produktion kleinteiliger Zonen bieten.

Dass sich Oppermann nach mehreren Einstecklinien 227 und Bilinern sowie den aktuell in Rodenberg im Einsatz stehenden zwei SLS 3000-Systemen erneut für eine Lösung von Müller Martini entschieden hat, liegt laut Prokurist Werner Rohrsen daran, „dass wir in den vergangenen 30 Jahren ausgezeichnete Erfahrungen mit diesen Anlagen gemacht haben“.

www.mullermartini.com, www.oppermann-druck.de