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13.09.2016

Technologischer „Quantensprung“

Schweizer Unternehmen unterzogen den – im Vorfeld der Drupa 2016 als Weltpremiere in Düsseldorf präsentierten – Sammelhefter Primera MC einem Feldtest.

Mittlerweile kann Zlatko Terzic auf eine über 30-jährige Erfahrung mit Sammelheftern zurückblicken. Seitdem hat er schon einige Maschinengenerationen gesehen. So war der Dienstälteste unter den acht AVD-Maschinenführern besonders neugierig auf den Feldtest mit dem neuen Primera MC. „Das war wirklich eine spannende und positive Erfahrung“, sagt Zlatko Terzic, dem es sichtlich Spaß macht, sein profundes mechanisches Verständnis mit Computerelementen zu kombinieren.

Feldtests von Müller Martini-Sammelheftern haben bei AVD in Goldach bei St. Gallen, mit rund 130 Titeln eine der größten Zeitschriften-Druckereien der Schweiz, Tradition. Schon der Prima Amrys, der dem Primera MC Platz gemacht hat, wurde vor 18 Jahren auf Herz und Nieren geprüft, bevor er Serienreife erlangte. „Wir haben seit Jahren ein gutes Verhältnis zu Müller Martini“, sagt Kai Hebel. Doch für den Firmeninhaber und Geschäftsführer galt damals wie heute: „Auch während einer Pilotphase müssen wir natürlich normal produzieren können.“

Und das war laut Martin Graf beim Primera MC mit Umschlaganleger, sechs Flachstapel-Anlegern und Warenkleber definitiv der Fall. Somit hebt der stellvertretende Bereichsleiter von AVD diverse Pluspunkte des neuen Sammelhefters hervor: „Gegenüber dem Prima Amrys ist er um mindestens 50 Prozent schneller eingerichtet. Dank der Servotechnik können die Anleger schneller eingerichtet werden, und dank des Falzumschlag-Anlegers 0507 mit Streamfeeder sparen wir einen Prozessschritt: Das Falzen fällt weg.“

Dass der Falzumschlag-Anleger 0507 mit einem Streamfeeder bestückbar ist, zählt auch für Rolf Steiner zu den großen Vorzügen „seines“ neuen Primera MC mit Umschlaganleger, acht Flachstapel-Anlegern und zwei Warenklebern. Dem Geschäftsführer der Vogt-Schild Druck AG in Derendingen bei Solothurn, einem der am höchstautomatisiertesten industriellen Druck-Unternehmen der Schweiz, dessen Kernkompetenz verschiedene Dienstleistungen im Print- und Publishing-Bereich sind, haben es die neuen Anleger ohnehin angetan. „Dass in jedem Anleger Injektoren-Vakuumpumpen bedarfsgerecht und verlustfrei die benötigte Menge Saugluft erzeugen, trägt wesentlich zur guten Energieeffizienz der Gesamtanlage bei.“ Als großen Vorteil erachtet er auch, dass die Anleger abschwenkbar und damit besser zugänglich sind. Insbesondere die Verschiebbarkeit des mobilen Kartenklebers bezeichnet er gar als „Quantensprung“, wie Rolf Steiner (unser Foto zusammen mit Bruno Müller, CEO Müller Martini) sagt.

Wie AVD zählt auch Vogt-Schild zu den treuen Feldtest-Kunden von Müller Martini – so seinerzeit beim PrimaPlus Amrys (der dem Primera MC gewichen ist) und dem Primera E140. „Für uns waren dies immer wertvolle und positive Erfahrungen mit einem langjährigen Partner“, sagt Rolf Steiner.

www.avd.ch, www.vsdruck.ch, www.mullermartini.com

Einen ausführlichen Bericht können Sie in der am 18. Oktober 2016 erscheinenden bindereport-Ausgabe 10-2016 lesen.