Aktuelles

24.01.2020

Verlegerische Verwässerung

Zunehmend weniger Verlagsprodukte wie Musikalien, Bücher und Zeitschriften? Renommierte Medienhäuser entfernen sich heute weiter vom Kerngeschäft.

Medienhäuser in Deutschland investieren weiter verstärkt in digitale Geschäftsmodelle, wobei das auch zunehmend losgelöst von ihrem eigentlichen Kerngeschäft geschieht. Letztendlich wird es für Unternehmen der Medienindustrie zunehmend schwieriger, im Kerngeschäft zu wachsen, weil das Mediennutzungsverhalten der Konsumenten vielfältiger wird und Werbebudgets dementsprechend breiter verteilt werden. Dieses Ergebnis geht aus der aktuellen Studie „Auf zu neuen Ufern – Transformationsaktivitäten in der deutschen Medienindustrie“ der internationalen Strategieberatung EY-Parthenon hervor. Die Studie analysiert die nicht auf Marken bezogenen Aktivitäten der Medienhäuser.

Als differenzierte Modelle lassen sich von außen etwa eine „Innovationsorientierung“ (Axel Springer), die Aufstellung in „Themen-Clustern“ (ProSiebenSat.1), die „Diversifikation und Digitalisierung rund um das eigene Produkt-Portfolio“ (Ströer), ein primäres Agieren als „Finanzinvestor“ (Holtzbrinck über Holtzbrinck Ventures) sowie ein „Kategorie-Fokus“ (Burda) beobachten. So arbeiten die Unternehmen an Umschichtung, Wachstumsoptionen (z.B. Internationalisierung) und der operativen Professionalisierung der Beteiligungsfirmen. Priebe: „Dafür bauen sie nötige Kompetenzen rund um M&A, Trendscouting, Portfolio-Management sowie Hintergrund-Wissen in den Märkten ihrer Assets auf.“

www.ey-parthenon.de/publikationen/auf-zu-neuen-ufern

Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in bindereport 2-2020.

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