Aktuelles

23.06.2017

Volles Haus bei „Hardcover Days“

Knapp 200 Fachbesucher aus Druckereien und Buchbindereien, Printmedia-Produktions- und Kreativ-Werbeagenturen erlebten die Schmedt-Open house im Juni 2017.

Zuletzt im Jahr 2015 und nun zum vierten Mal hatte das Unternehmen, das gleichermaßen Maschinenbaubetrieb und Fachgroßhandelshaus ist, diese Veranstaltung am Stammsitz in Hamburg-Allermöhe initiiert. Diesmal wurde drei Geräte- und System-Innovationen gezeigt: Mithilfe des neuen Vorsatzklebegeräts „PräziGard“ lassen sich auf sehr rationelle Weise Vorsatzpapiere an Buchblocks ankleben. Erstmalig wurde auch die „PräForm XS“ für das Buchpressen und Falzeinbrennen vorgestellt. Demnach sendet das Unternehmen das eindeutige Signal, dass es die Entwicklung der XS-Maschinen-Baureihen fortsetzt. Schmedt offenbart gegenüber Digitaldruck-Finishing-Kunden mit nur geringen Stellflächen die Strategie, mit solchen XS-Maschinen ungefähr für 30 000 Euro eine eigene Hardcover-Fertigung aufbauen zu können.

Große Resonanz erzeugte der „PräziBind“-Prototyp auf Basis der Ribler-Technologie; hiermit können Klebebindungen mit Layflat-Aufschlagverhalten in kleinsten Auflagen erfolgen. Franz J. Landen, Erfinder des Ribler-Prinzips, erläuterte in einem Referat nähere Details dazu. „PräziBind“ besteht aus zwei Modulen: Mithilfe des Moduls F werden die Fasern vom Papier (Buchblock) freigelegt, wobei sich dieser Vorgang als Gegensatz zur Kerbfräsung versteht. Mithilfe des Moduls B erfolgt die Bindung per Zwei-Komponenten-Kleber; darin enthalten ist ein spezieller Kaltleim, dessen geringe Klebstoffschicht eine hohe Haltbarkeit gewährt. Der vorgestellte „PräziBind“-Prototyp wird derzeit weiter optimiert und soll voraussichtlich zum Jahresende 2017 erhältlich sein, wie es beim Vertriebspartner Schmedt heißt.

Ergänzt wurden die „Hardcover Days“ mit einem kleinen Gebrauchtmaschinen-Markt als auch mit Digitaldruck-Technikvorführungen (Ricoh) und Präsentationen von Digitaldruck-Trends (Papier Union). Zudem konnten die Open house-Gäste über künstlerisches Handwerk in Form des klassischen Papierschöpfens (Martinus Janssen) und der Buntpapier-Herstellung (Susanne Krause) staunen. Ferner informierten die Handwerksmeisterinnen Karen Begemann und Elke Schnee über die Vorteile einer Mitgliedschaft beim Unternehmer-Fachverband BDBI und weckten bei den Fachbesuchern durchaus Neugier.

www.schmedt.de