Aktuelles

21.02.2018

Weiterer Briefpost-Rückgang

Im Jahr 2017 hat sich der Rückgang der produzierten Briefumschlag-Mengen fortgesetzt. Dies teilt der Verband der deutschen Briefumschlag-Industrie (VDBF) e.V. (St. Ingbert) mit.

Im B2B-Bereich werden Kommunikation und Rechnungsversand zunehmend digitalisiert und nicht mehr in Papierform abgewickelt. Demnach sank das Volumen der hierzulande hergestellten Briefumschläge und Versandtaschen in den vergangenen Jahren um durchschnittlich 4 Prozent pro Jahr. Von 2010 bis 2017 ist ein Rückgang von 18 Milliarden Stück auf 13 Milliarden Stück zu verzeichnen, wie eine aktuelle Analyse der B.O.S. GmbH Unternehmensberatung (Nonnenhorn am Bodensee) zeigt. Laut VDBF-Informationen stellt sich die Situation ähnlich auch auf europäischer Ebene dar.

Gleichzeitig führt der vermehrte Online-Versandhandel zu zweistelligen Zuwächsen bei den Warensendungen. So nimmt nach Bundesnetzagentur-Angaben der Anteil großformatiger Warensendungen im Briefnetz beständig zu. Wichtigster Grund hierfür ist das Bemühen der Onlinehändler, verschickte Waren dem Empfänger möglichst sicher in den heimischen Briefkasten zuzustellen, um auf diese Weise teure Sendungsverluste zu vermeiden. Laut Bundesnetzagentur registriert die Branche seit 2010 rund 16 Milliarden lizenzpflichtige Postsendungen pro Jahr. Von 2010 bis 2017 verzeichnete die Deutsche Post einen Rückgang von über 14 Milliarden auf rund 13 Milliarden Stück, während die Wettbewerber einen Anstieg von 1,7 Milliarden auf 3 Milliarden Postsendungen registrierten.

Gemäß dieser Entwicklung vertreibt die deutsche Briefumschlag-Industrie unter dem Slogan „Envelope 2.0“ briefkastengerechte Verpackungen für den Warenversand. Die Unternehmen sind überzeugt, dass damit erfolgreich ein Äquivalent für die rückläufigen Mengen in der klassischen Briefpost-Kommunikation entwickelt wurde.

www.vdbf.org

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