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23.03.2017

Wenig Aufwand – hoher Nutzen

Eine bestehende Buchbindelinie wurde mit einem Klebesystem aufgerüstet, was für die Druckerei mit geringer Investition für maximalen Nutzen verbunden war.

Bereits seit ihrer Gründung 1868 ist die Druckerei Berger mit Sitz in Horn (Österreich) ein familiengeführter Betrieb. Heutzutage gilt das Unternehmen mit mehr als 300 Periodika als landesweit einer der größten Hersteller von Zeitschriften. Anfangs 2016 suchte die Druckerei nach einer effizienteren Lösung für die Buchrücken-Verklebung. Hierbei sollte das bestehende System mit Fass-Schmelzgerät ersetzt werden. Einen idealen Partner dafür fand sie in der Robatech AG aus Muri, dem Schweizer Hersteller von Klebstoffauftrags-Systemen. Dieses Unternehmen überzeugte mit seiner Lösung – Schmelzgerät RobaPUR 40 MOD mit Flächenkopf SpineCoat 80 – mit einfacher Integration in das System. Damit konnte unter anderem eine Klebstoffeinsparung von nahezu 50 Prozent realisiert werden.

SpineCoat 80 ist für die Buchrücken-Verklebung mit PUR-Schmelz-Klebstoffen entwickelt worden. Durch das einfache und schnelle Umrüsten wird der Produktionsunterbruch auf ein Minimum beschränkt. Die Beschichtungsbreite des Auftragskopfs ist stufenlos von 2 bis 80 mm einstellbar. Die Schlitzdüsen-Geometrie stellt eine gleichmäßige Beschichtung über den gesamten Buchrücken sicher. Damit garantiert dieses in sich geschlossene System, das für Bücher und Zeitschriften mit einer Länge von 100 bis 500 mm ausgelegt ist, einen hauchdünnen, reproduzierbaren Klebstoffauftrag. Zudem gewährleistet das negativ schließende Ventil einen präzisen Klebstoffabriss. Die verstellbaren Halterungen ermöglichen die optimale Positionierung der SpineCoat-Auftragseinheit zum Buchrücken. Ergänzt wird der Flächenkopf durch das Schmelzgerät RobaPUR 40 MOD.

Vorher war die Situation eine andere: Das vorgängige Klebesystem war auf einen getakteten Prozess ausgelegt. Das Substrat musste mit einer 0,8 mm-Schicht aufgetragen werden, um eine saubere Haltbarkeit zu gewährleisten. Durch das gleichmäßige Beschichten mit dem SpineCoat 80 kann die Klebstoff-Menge bei gleichbleibender Qualität erheblich reduziert werden – weil der Klebstoff konstant im System zirkuliert. Entweder wird er aufgetragen oder zurück in das Schmelzgerät gefördert. Das Ventil im Schmelzgerät simuliert dabei einen Auftrag. Somit entstehen keine Unterschiede bei der Klebstoffförderung, die durch eine dickere Klebstoffschicht aufgefangen werden müsste.

www.berger.at, www.robatech.com

Einen ausführlichen Beitrag lesen Sie in bindereport-Ausgabe 04-2017.