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27.04.2018

Wirtschaftlicher kommissioniert

Soeben hat die Datev eG in ihrem Druck-, Logistik- und Servicezentrum in Nürnberg die Kommissionierung digitalisiert. Nunmehr führt eine Software die Printprodukte zusammen – und zwar bevor sie gedruckt werden.

Demnach lassen sich trotz vieler heterogener Druck-Jobs pro Adressat die Sendungen portooptimiert zusammenstellen. Das hierfür bislang notwendige automatische Versandlager baute das Unternehmen ab. Dort wurden die Druckseiten zuvor zwischengelagert, um sie je nach Kundenwunsch zu einem bestimmten Zeitpunkt gesammelt auf den Postweg zu bringen.

Informationen von Datev zufolge, wurde die Software von Mitarbeitern selbst programmiert – aufgrund moderner Digitaldruck-Maschinen, die diverse Printprodukte auf einem System ausgeben können. Während zuvor für den Druck verschiedener Auswertungen mehrere Systeme nötig waren, reicht nun im Wesentlichen eines, das einseitig als auch doppelseitig und schwarzweiß wie auch farbig produziert. Infolge des Technologiewechsels spart Datev angeblich insgesamt rund drei Millionen Euro pro Jahr an Aufwandsersparnis für denDruckereibetrieb.

Bisher in der maschinellen Kommissionierung Beschäftigten arbeiten nach Aus- und Fortbildungen jetzt im wachsenden Geschäftsfeld IT-Sourcing. Zu diesem 2005 gegründeten Angebot gehört neben Rechenzentrums-Dienstleistungen ein Druck- und Versandservice z.B. für Banken und Versicherungen. Damit gelingt es der Genossenschaft, Infrastruktur und (Produktions-) Ressourcen auch in den „Schwachlastphasen“ produktiv zu halten. Heute erstellt das Druck-, Logistik- und Servicezentrum auf rund 9300 Quadratmetern pro Monat mehr als 80 Millionen Druckseiten. Dabei handelt es sich um Auswertungsdaten aus den Datev-Anwendungen zur Finanz- und Lohnbuchführung, die die Mitglieder der Genossenschaft (hauptsächlich Steuerberater) drucken lassen.

www.datev.de