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25.07.2017

Zahlreiche Berufstätige im Urlaub erreichbar

Ungefähr sieben von zehn Berufstätigen (71 Prozent) sind auch im Sommerurlaub für den Chef, Kollegen und Kunden per E-Mail, telefonisch oder per Kurznachricht verfügbar, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom klarmacht.

Diesem Ergebnis zufolge ist im Vergleich zum Vorjahr (67 Prozent) ist die Erreichbarkeit sogar leicht gestiegen. Knapp sechs von zehn Berufstätigen (59 Prozent) lesen Kurznachrichten wie iMessage und WhatsApp, ebenso viele (58 Prozent) halten sich telefonisch bereit. Knapp vier von zehn (38 Prozent) lesen geschäftliche E-Mails. Vor allem unter jüngeren Arbeitnehmern ist es eher verbreitet, im Urlaub ganz vom Job abzuschalten. Knapp vier von zehn Berufstätigen (37 Prozent) zwischen 14 und 29 Jahren wollen dann nicht erreichbar sein; in der Gruppe ab 30 Jahren ist es dagegen jeder Vierte (25 Prozent).

„Digitale Technologien ermöglichen ein flexibles und selbstbestimmtes Arbeiten – zu jeder Zeit und an jedem Ort“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder (Foto). Diese neuen Freiheiten stellten Führungskräfte und ihre Mitarbeiter gerade während der Urlaubszeit vor Herausforderungen. „Die Unternehmen, ihre Mitarbeiter und jeweiligen Aufgaben sind sehr unterschiedlich. Mit einer Standardregelung nach Schema F wird man allerdings nicht jedem Einzelfall gerecht. Individuelle Absprachen sollten zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern getroffen werden, die der jeweiligen Situation bestmöglich entsprechen. Im Mittelpunkt muss dabei die Erholung des Mitarbeiter stehen.“ Eine rechtliche Verpflichtung, auch im Urlaub ansprechbar zu sein, gibt es meist nicht.

Meistens sind es vor allem die Kollegen, die sich während des Urlaubs melden. Sechs von zehn der im Urlaub erreichbaren Berufstätigen (61 Prozent) erhielten im vergangenen Jahr einen Anruf oder eine Nachricht von einem Kollegen. Und bei jedem Vierten (23 Prozent) war es der Chef. Kunden meldeten sich bei jedem achten Berufstätigen (13 Prozent). Jeder Vierte (24 Prozent) blieb trotz erklärter Erreichbarkeit ungestört.

www.bitkom.org